Märkte / Makro

Alle müssen sich auf weniger Gas und Strom einstellen

Mit der vom Kreml ausgelösten Energiekrise kommen harte Zeiten auf Unternehmen und Haushalte zu. Behördliche Einschränkungen werden im Winter wahrscheinlicher.

Viele europäische Länder stellen sich derzeit darauf ein, dass die Behörden im Winter den Gas- und den Stromverbrauch einschränken müssen. Die wichtigsten Gründe sind die Unterbrechung des Gaszustroms über die Ostseeleitung Nord Stream 1 von Russland nach Deutschland und der marode Zustand der französischen Atomkraftwerke.

Zwar füllen Länder wie Deutschland ihre Gasspeicher derzeit viel schneller auf als noch im Vorjahr, dennoch könnte zur Jahreswende eine Gasmangellage drohen. «Werden die Lieferungen nicht bald wieder aufgenommen, wird es trotz bis zuletzt gestiegener Lagerbestände und eines geringeren Verbrauchs immer wahrscheinlicher, dass es im Winter zu einer Rationierung von Gas kommen wird», schreiben die Ökonomen der Commerzbank.

Liquiditätsengpässe der Energieversorger

Derweil versuchen die Regierungen, zumindest die Strompreise vom steigenden Gaspreis zu lösen, ohne dabei aber den Marktmechanismus grundlegend zu verändern. Viele Stromversorger sind wegen der Turbulenzen an den Terminmärkten sowohl für Gas als auch für Strom über ihre Absicherungsgeschäfte zuletzt in Liquiditätsschwierigkeiten geraten.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?