Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt ist auch am Mittwoch eine gewisse Nervosität vor den am Nachmittag anstehenden US-Inflationsdaten zu spüren. Diese seien das letzte Puzzlesteinchen für die in der kommenden Woche anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank und dürften auch Hinweise auf die weitere Marschrichtung bis zum Jahresende liefern. Zudem wird die anhaltende Zurückhaltung der Anleger wohl noch bis zur morgigen EZB-Zinssitzung Bestand haben. Auch hier wird eine Zinssenkung vom Markt erwartet. Die SNB hat dann erst Ende September die Möglichkeit nachzuziehen.
In der Nacht lieferten sich derweil die beiden Präsidentschaftsbewerber Donald Trump und Kamala Harris im ersten TV-Duell eine hitzige Debatte. Einen wirklich klaren Sieger sehen Experten in ersten Einschätzungen aber nicht. Von der heimischen Agenda kommen derweil kaum Impulse.
Der Schweizer Leitindex SMI verliert gegen 9.10 Uhr 0,39 Prozent auf 11'917,90 Punkte. Der SLI, der die 30 wichtigsten Titel umfasst, gibt um 0,26 Prozent auf 1935,87 Punkte nach und der breiter gefasste SPI sinkt um 0,23 Prozent auf 15'868,45 Zähler. Im SLI legen 16 Titel zu, 14 geben nach.
Novartis (-2,7%) sind nach einer Studie der Bank of America Schlusslicht. Die Analysten senkten die Einstufung auf "Neutral" von "Buy". Ähnlich ergeht es Sandoz (-1,9%) nach einer Abstufung von Berenberg.
Finanzwerte (UBS +0,8%, Julius Bär +0,8%) erholten sich von ihren Vortagesverlusten im Sog der US-Banken. Dort hatte JPMorgan-Präsident Daniel Pinto die aktuellen Analystenschätzungen zum Ergebnis der Investmentbank für 2025 als zu optimistisch eingestuft. Derweil sicherte sich die italienische Unicredit eine Beteiligung an der deutschen Commerzbank.
dm/rw