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Aktien Schweiz Vorbörse: Schwächer erwartet - weiter im Zollstrudel

Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt dürfte es am Montag, dem letzten Handelstag im ersten Quartal, weiter nach unten gehen. Dafür sprechen tiefrote Vorgaben aus den USA und aus Asien. "Diesen Vorgaben werden wir uns wohl schwer entziehen können", sagt ein Händler. Die Unsicherheit über die US-Zollpolitik und die geopolitische Entwicklung dürfte die Anleger vom Markt vergraulen, heisst es weiter. Am 2. April will US-Präsident Donald Trump die neuen Zölle vorstellen. An den Märkten sind wegen der möglichen Folgen der aggressiven Zollpolitik die Inflationsängste und Konjunktursorgen zuletzt deutlich gestiegen.

Trump hatte am Sonntag gesagt, dass die Zölle alle Länder umfassen würden und nicht nur eine kleinere Gruppe von 10 bis 15 Ländern mit den grössten Handelsungleichgewichten. Unsicher ist, ob und wie die EU antworten wird. Es gebe diesbezüglich noch sehr viele offene Fragen. "Daher ist es wohl besser, den von Trump genannten 'Tag der Befreiung' abzuwarten", meint ein Händler. Impulse könnten zudem von Konjunkturdaten ausgehen. Veröffentlicht wird der vorläufige jährliche Konsumentenpreisindex für Deutschland. In den USA steht der Chicago Einkaufsmanagerindex an. Zudem werden in den kommenden Tagen in den USA der ISM-Index und der Arbeitsmarktbericht für März bekannt gegeben.

Der von der Bank Julius Bär berechnete SMI notiert vorbörslich gegen 8.15 Uhr um 0,72 Prozent tiefer bei 12'748,25 Punkten. In der vergangenen Woche hat der SMI rund 1,8 Prozent eingebüsst. Allerdings steht der SMI seit Jahresanfang weiterhin mit rund zehn Prozent im Plus und hat damit ein gutes erstes Quartal verzeichnet.

Die meisten SMI-Werte werden zwischen -0,5 Prozent (Swisscom) und -1,3 Prozent (Logitech) tiefer erwartet. Einzig Novartis ist unverändert. Mit Swisscom (-0,5%), Lonza, Nestlé und Roche (je -0,6%) schlagen sich weitere defensive Werte besser als zyklische Papiere und Finanzwerte.

ABB (-2,3% oder -1,09 Fr.) werden allerdings wegen des Dividendenabschlags (0,90 Fr.) deutlich tiefer indiziert.

Der Start eines Aktienrückkaufprogramms im Umfang von bis zu 750 Millionen am morgigen 1. April kann die Aktie von Alcon (-0,8%) kaum stützen.

Auf den hinteren Rängen stechen Leonteq (-12,7% oder 2,48 Fr.) hervor. Das Derivathaus schüttet heute eine Dividende von 3 Franken je Aktie aus. Der Verwaltungsrat hatte 0,25 Franken je Titel vorgeschlagen, wurde aber an der Generalversammlung überstimmt.

pre/ra