Zürich (awp) - Die Aktien von Logitech stehen am Donnerstagnachmittag in einem schwachen Gesamtmarkt massiv unter Druck. Grund dafür sind die Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump. "Logitech ist voll in den US-Zollhammer gelaufen", sagt ein Händler.
Die Aktien der in zwar der Westschweiz angesiedelten aber in diversen Ländern produzierenden Technologiefirma büssen um 16.30 Uhr 16,1 Prozent auf 63,36 Franken ein und verbuchten im Tagestief bei einem Kurs von 62,84 Franken den tiefsten Stand seit Oktober 2023. Derweil verliert der Leitindex SMI 2,4 Prozent.
Die US-Regierung hat alle Ländern pauschal mit Zöllen von zehn Prozent belegt und kündigte zudem einen komplexen Mechanismus wechselseitiger Zölle an, der für viele Länder höhere Abgaben vorsieht.
Und genau davon sei Logitech betroffen, heisst es am Markt. Der Hersteller von Computer und Gaming-Zubehör stellt etwa zwei Fünftel seiner Produkte in China her. Und auf Importe aus China hat Trump noch zusätzliche Zöllen von 34 Prozent angekündigt.
Im Reich der Mitte hat Logitech seit 2005 eine Produktionsstätte. Dort werden unter anderem Computermäuse, Tastaturen, Webcams und Gaming-Zubehör hergestellt. Zudem arbeitet Logitech mit Auftragsfertigern in anderen Teilen Chinas zusammen, um die Produktionskapazitäten zu erweitern. Einige Produkte werden auch in Ländern wie Taiwan, Malaysia und Vietnam hergestellt.
In der Vergangenheit betrieb Logitech auch Produktionsstätten in den USA, Taiwan, Ungarn und Irland. Doch aufgrund von Kostenüberlegungen wurde ein Grossteil der Fertigung nach Asien verlagert.
pre/hr