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Preisüberwacher einigt sich mit Online-Plattformen auf neue Preise

Zürich (awp) - Der Schweizer Preisüberwacher hat erstmals einvernehmliche Regelungen mit grossen digitalen Inserat-Plattformen zu deren Preismodellen abgeschlossen. Betroffen sind die Auktionsplattform Ricardo sowie mehrere Immobilienportale, darunter Homegate.ch, ImmoScout24.ch und weitere Anbieter.

In den vergangenen Jahren hatten Inserentinnen und Inserenten wiederholt die Preisgestaltung dieser Plattformen beanstandet. Ziel der neuen Preismodelle sei eine bessere Kostenkontrolle und in vielen Fällen tiefere Gesamtkosten, teilte der Preisüberwacher am Dienstag mit. Die neuen Regelungen sollen spätestens per 1. April 2026 in Kraft treten.

Die SMG Swiss Marketplace Group, welche unter anderem Homegate.ch und Ricardo betreibt, begrüsste den Schritt. Damit würden die informellen Untersuchungen des Preisüberwachers eingestellt und es bestehe für drei Jahre Rechtssicherheit, hiess es in einer Mitteilung.

Im Immobilienbereich stellte der Preisüberwacher bei den Angeboten eine hohe Komplexität und mangelnde Preistransparenz fest. Ergebnis der Verhandlungen sei ein neues strukturiertes Vermarktungsangebot ("Flex Offer") mit fixer Grundgebühr und definierten Insertionspreisen.

Das Angebot gilt unter anderem für Homegate.ch und ImmoScout24.ch. Auch Acheter-Louer.ch, ImmoStreet.ch, alle-immobilien.ch und home.ch sind einbezogen.

Bei Ricardo einigte sich der Preisüberwacher auf Rabatte von zehn Prozent auf Erfolgsgebühren für bestimmte Verkaufsformate sowie für umsatzstarke Grosskunden.

to/rw