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Betroffene des Dramas von Crans-Montana erhalten Opferhilfe

(Zusammenfassung)

Sitten (awp/sda) - Die Opfer des Dramas von Crans-Montana VS sowie ihre Familien werden eine finanzielle Unterstützung erhalten. Dies gab der Walliser Staatsrat am Dienstag nach einer ausserordentlichen Sitzung bekannt. Die Modalitäten dieser Unterstützung müssen noch festgelegt werden.

"Der Brand in Crans-Montana hat unseren Kanton tief erschüttert und viele Familien in Trauer und Bestürzung zurückgelassen", schrieb die Walliser Staatskanzlei in einer Mitteilung. Die Walliser Regierung habe deshalb eine Sondersitzung "zu diesem Drama" abgehalten.

Dabei wurde beschlossen, die Opfer und ihre Familien mit finanzieller Hilfe zu unterstützen, deren Modalitäten noch festgelegt werden müssten. Die Walliser Regierung beabsichtigt ausserdem, sie bei ihren Behördengängen zu unterstützen, insbesondere durch die Opferhilfe-Beratungsstellen gemäss dem Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten.

Team von spezialisierten Psychologen mobilisert

Die Regierung beabsichtigt zudem, den verschiedenen Einsatzteams, die im Rahmen dieses Dramas tätig waren, Hilfe zu leisten. Menschen, die psychologische Unterstützung brauchen, sollten überall dort Hilfe bekommen , wo diese benötigt werde, hiess es in der Mitteilung.

Was die Schulen betrifft, so wurde ein Team von auf Notfälle spezialisierten Psychologen mobilisiert. Um die zahlreichen Helfer, die mit diesem Ereignis konfrontiert sind, zu unterstützen, werden zusätzliche personelle und finanzielle Mittel benötigt. Der Staatsrat hat beschlossen, alle Einsatzteams zu unterstützen und ihnen eine koordinierte Lösung anzubieten. Diese wird in Absprache mit den verschiedenen betroffenen Partnerinnen und Partnern festgelegt und umgesetzt.

Gesetzgebung zum Brandschutz auf Prüfstand

Bei dieser Sondersitzung hat die Walliser Regierung ausserdem beschlossen, alle Gemeinden aufzufordern, sich mit jeder öffentlich zugänglichen Einrichtung in Verbindung zu setzen, um deren interne Verfahren, die Ausbildung ihres Personals sowie die derzeit bestehenden Sicherheitsvorkehrungen zu überprüfen. Der Kanton erinnert sie daran, dass diese Einrichtungen regelmässig von einem Brandschutzfachmann überprüft werden müssen. Gegebenenfalls müssten geeignete Massnahmen ergriffen werden, um jegliches Risiko für Personen und Infrastrukturen zu vermeiden.

Die Kantonsregierung prüft auch, inwieweit die Gesetzgebung zum Brandschutz nach diesem dramatischen Ereignis angepasst werden müsse.

Beim Brand in der Bar "Le Constellation" in Crans-Montana waren in der Neujahrsnacht 40 Menschen ums Leben gekommen und 116 verletzt worden. 83 der Verletzten befanden sich am Montag noch im Spital.