Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt zeigt sich der SMI am späten Vormittag weiterhin fester. Nachdem der Leitindex gleich zum Handelsauftakt ein erneutes Rekordhoch markiert hat, steht nun die Marke von 13'400 Punkten im Blick. Insgesamt bleibe die Stimmung an den Märkten auch am dritten Handelstag des Jahres optimistisch, heisst es im Handel.
Nur wenig Einfluss hatten die am späten Vormittag publizierten neuen Inflationsdaten aus der Eurozone. Dass die Jahresteuerung von 2,0 Prozent punktgenau im Zielkorridor der EZB lag, dürfte kaum neue Zinssenkungsfantasien geweckt haben, meinte ein Kommentator. Gespannt sind die Marktteilnehmer nun auf die am Nachmittag anstehenden ADP-Arbeitsmarktdaten. Diese dürften erste Hinweise auf den am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht für den Dezember geben.
Der SMI steht gegen 11.10 Uhr 0,36 Prozent im Plus bei 13'369,64 Punkten, nachdem er nach Handelsauftakt ein neues Rekordhoch bei 13'389 Punkten erreicht hat. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, legt 0,48 Prozent auf 2172,75 Punkte zu und der breite SPI gewinnt 0,40 Prozent auf 18'425,07 Zähler. Im SLI stehen 22 Gewinner acht Verlieren gegenüber.
Nach oben gezogen werden die Indizes erneut von den schwergewichtigen Pharmawerten Novartis (+1,4%) und Roche (+1,1%). Am Markt wird von einer breiten Rotation aus den Titel von Tech-Aktien in Pharmawerte gesprochen. Dazu kommen Übernahmefantasien im Pharmasektor im Vorfeld einer bedeutenden Branchentreffens in den USA sowie eine Branchenstudie von Barclays.
Die deutlichsten Gewinne im SMI/SLI entfallen mit Sandoz (+2,5%) ebenfalls auf einen Vertreter des Gesundheitssektor. Die Titel des Generikaherstellers werden zusätzlich von einem "Overweight"-Rating und einem neu gesetzten Kursziel von 70 Franken durch die Analysten der britischen Barclays gestützt.
Klare Kursgewinne gibt es auch für den US-Baustoffkonzern Amrize (+2,0%), der am Morgen eine erste Ergänzungsakquisition in den USA bekanntgegeben hat. Von Analystenseite wurde die Übernahme in Texas gelobt. Auch die Aktien des früheren Mutterkonzerns Holcim (+1,1%) notieren klar im Plus.
Die Titel des Telekomkonzerns Swisscom (+1,4%) legen nach Berichten über eine Kooperation mit dem italienischen Telekomgesellschaft TIM zu. Die Unternehmen wollen laut eigenen Angaben den 5G-Ausbau in Italien schneller voranbringen.
Aufwärts geht es am Mittwoch zudem wieder mit den Titeln der UBS (+0,5%), die am Vortag noch einen Rücksetzer in ihrem seit über einem Monat anhaltenden Anstieg hinnehmen mussten. Im Plus notieren auch die Aktien des Privatmarktspezialisten Partners Group (+0,8%) sowie die Titel des Vermögensverwalters Julius Bär (+0,4%)
Dagegen setzen die Aktien des SMI-Schwergewichts Nestlé (-0,1%) ihren Abwärtstrend seit dem Rückruf von Babynahrung fort. Die Analysten von Bernstein haben ihr Kursziel für die Titel des Nahrungsmittelriesen mit Verweis auf den anhaltenden Margendruck zurückgenommen und ihr Rating "Marketperform" bestätigt.
Etwas deutlicher unter Druck stehen derweil die Versicherungswerte Swiss Life (-0,4%), HelvetiaBaloise (-0,7%), sowie Zurich (-1,0%). Die Experten der Deutschen Bank haben im Rahmen einer breiten Neubewertung des europäischen Versicherungssektors ihre "Hold"-Ratings für Swiss Life sowie für Zurich bestätigt.
Abgaben gibt es auch für die Titel des Luxusgüterkonzerns Richemont (-2,9%). Auch hier bleiben am Mittwoch die Analysten von Berenberg und RBC mit bekräftigten "Hold" respektive "Sector Perform"-Ratings zurückhaltend.
Deutlich abwärts geht es auch für die mittlerweile am breiten Markt kotierten Swatch-Titel (I -3,3%). Die Aktien des Bieler Uhrenkonzerns stehen weiterhin auf den Verkaufslisten mehrere Analystenhäuser.
Keine Unterstützung erhalten die Basilea-Aktien (-2,4%) von der Ankündigung einer Forschungsvereinbarung mit einem US-Biopharmaunternehmen zur Entwicklung eines neuartigen Breitband-Antimykotikums. Basilea leistet dabei eine Vorauszahlung sowie kurzfristige Meilensteinzahlungen.
tp/dm