Zürich (awp) - Die Bank Vontobel hat den Gewinn im Geschäftsjahr 2025 erhöht. Zudem verzeichnete das Zürcher Institut deutliche Neugeldzuflüsse dank eines starken Geschäfts mit Privatkunden, während im Geschäft mit institutionellen Kunden unter dem Strich noch Gelder abflossen.
Der Reingewinn der Zürcher Privatbank lag mit 280 Millionen Franken um 5 Prozent über dem Vorjahresergebnis, wie Vontobel am Freitag mitteilte. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 3,00 Franken je Aktie erhalten.
Verwaltete Vermögen gestiegen
Die verwalteten Vermögen lagen per Ende des Jahres bei 241 Milliarden Franken, was einem Anstieg um 5 Prozent entsprach. Zum Anstieg trug eine gute Marktperformance bei, die allerdings teilweise durch negative Wechselkurseffekte neutralisiert wurde. Dazu kamen die Übernahme der Kundenbeziehungen der IHAG (17,5 Milliarden) sowie Nettoneugelder über 4,2 Milliarden Franken (Vorjahr 2,6 Milliarden)-
Zurückzuführen waren die Neugeldzuflüsse auf das Geschäft mit den Privatkunden, wo die Bank Nettoneugelder in Höhe von 5,8 Milliarden Franken (Vorjahr 4,6 Milliarden) anziehen konnte, was einem Nettoneugeldwachstum von 5,2 Prozent entsprach.
Im Geschäft mit den institutionellen Kunden kam es dagegen noch zu Abflüssen von 1,6 Milliarden Franken nach einem Minus von 2,9 Milliarden im Jahr davor. Zu weiteren Abflüssen kam es dabei im Bereich "Quality Growth", während "Fixed Income", "Multi-Asset"- und "Solutions"-Strategien gute Zuflüsse erreichen konnten.
Kostenprogramm auf Kurs
Insgesamt erzielte die Privatbank 2025 einen Betriebsertrag von 1,43 Milliarden Franken (VJ 1,42 Milliarden). Getragen worden sei das Wachstum vom Anstieg der verwalteten Vermögen. Dazu kamen gute Erträge im Segment "Structured Investment Solutions", der laut Mitteilung in seinen Kernmärkten weitere Marktanteile hinzugewinnen konnte.
Derweil verläuft die Umsetzung des Effizienzprogramms in Höhe von 100 Millionen Franken schneller als geplant: Bis Ende 2025 seien bereits 84 Prozent der angestrebten Effizienzen realisiert worden, so Vontobel. Die Bank habe 2025 ihre absolute Kostenbasis verringern können, die trotz Abschluss der Übernahme der IHAG Privatbank. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf 74,2 Prozent nach 79,2 Prozent im Jahr davor.
Mit den Resultaten übertrifft die Bank die Erwartungen der Analysten. Diese hatten den Gewinn im Schnitt mit 235 Millionen Franken (AWP-Konsens) erwartet und die Neugelder mit 4,1 Milliarden Franken prognostiziert.
Aktionärsbindungsvertrag verlängert
Das Unternehmen hat mit Thomas Hirschi nun per Anfang März einen neuen Chief Risk Officer ernannt. Hirschi bringe umfassende Erfahrung im Risikomanagement, in der Risikoüberwachung sowie in der Corporate Governance innerhalb der Finanzdienstleistungsbranche mit, heisst es. Gleichzeitig wird die Personalverantwortliche Annette Nanzer neu Mitglied der Geschäftsleitun.
Die Bank vermeldet zudem die Verlängerung des Aktionärbindungsvertrags der Pool-Aktionäre der Vontobel Holding. Die befristete Laufzeit des Vertrags werde nun um zehn Jahre bis zum 31. Dezember 2036 verlängert, danach werde er automatisch auf fortlaufender Basis alle fünf Jahre verlängert. Damit bekräftigten die Pool-Aktionäre, die insgesamt 50,87 Prozent an Vontobel halten, ihre Verbundenheit mit dem Unternehmen und seiner langfristigen Entwicklung, heisst es.
Entwicklung.
tp/hr