Zürich (awp) - Im kommenden Monat will Sonova unter dem neuen CEO Eric Bernard ein Strategie-Update geben. Bevor er dann über die weiteren Pläne und strategischen Schwerpunkte des Hörsystemherstellers informieren wird, hat er bereits im Interview mit "Finanz und Wirtschaft" Angaben zur Umsatzentwicklung gemacht.
Mitte November noch hatte Sonova die Guidance für das Gesamtjahr bestätigt. Demnach peilt das Unternehmen für 2025/26 ein Umsatzwachstum zwischen 5 und 9 Prozent an. Wie Bernard nun gegenüber "FuW" sagte, sei nach dem Umsatzplus von 4,9 Prozent in den ersten sechs Monaten ziemlich klar, "dass wir am unteren Ende der Bandbreite sein werden".
Im November noch hatte der Unternehmenschef auf eine Erholung des Hörgerätemarktes ab 2026 gesetzt, also in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres. Im Interview nun sagte er, dass der Markt nach vielen Jahren mit einem Wachstum zwischen 4 und 6 Prozent aktuell um 1 bis 3 Prozent wachse.
"Die einzelnen Märkte entwickeln sich aber sehr unterschiedlich. Grossbritannien oder die Region Asien zum Beispiel wachsen sehr rasch, die USA dagegen eher verhalten", sagte Bernard. Sonovas erklärtes Ziel ist und bleibe, in jedem Umfeld den Gesamtmarkt zu übertreffen.
An der Prognose, dass sich der Hörgerätemarkt erholt, hält Bernard denn auch weiterhin fest. "Wir erwarten, dass gegen Ende der zweiten Jahreshälfte 2026, vielleicht Anfang 2027, eine Normalisierung eintritt."
Langfristig gesehen sei die jetzige Phase eher ein Schlagloch. Derzeit bremsten die Inflation in vielen Ländern sowie die vielen negativen Nachrichten überall auf der Welt die Kaufbereitschaft. "Aber früher oder später komme der Zeitpunkt, wo sich wieder mehr Leute ein Hörgerät anschaffen oder ein leistungsfähigeres brauchen." Demografie plus steigende Marktpenetration von Hörgeräten seien positive Faktoren für die Industrie.
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