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Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - ERHOLUNGSVERSUCH - Am Freitag dürfte der Dax mit einem Erholungsversuch dran bleiben an den 24.000 Punkten. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex zwei Stunden vor dem Xetra-Start 0,7 Prozent höher auf 23.987 Punkte. Am schwachen Wochenergebnis von damit immer noch gut fünf Prozent würde dies aber wenig ändern. Noch vor einer Woche hatte der Dax sich noch seinem Rekord von 25.507 Zählern aus dem Januar bis auf 100 Punkte genähert, dann aber machte der Angriff der USA und Israels auf den Iran den Anlegern einen Strich durch die Rechnung. Im Zuge des Iran-Krieges zogen die Öl- und Gaspreise deutlich an, was Konjunktur- und Inflationssorgen weckte. Etwas Entlastung brachten nun leicht sinkende Rohölpreise, da die USA verschiedene Optionen prüfen zur Bewältigung des Energiekosten-Anstiegs, den der brach liegende Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus ausgelöst hatte. Neben dem Iran-Krieg haben die Anleger zu Wochenschluss den US-Arbeitsmarktbericht im Blick, der für den Zinskurs der US-Notenbank Fed von Bedeutung ist. Die höheren Energiepreise lenken derzeit den Fokus auch wieder auf Inflationsgefahren und mögliche Reaktionen der Fed.

USA: - VERLUSTE - Nach einer kleinen Erholung zur Wochenmitte haben die US-Börsen am Donnerstag wieder nachgegeben. Für Verunsicherung sorgen die im Zuge des Iran-Kriegs erneut gestiegenen Ölpreise. Ausserdem fielen die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten überraschend robust aus. Beides weckt Inflationssorgen und lässt die Renditen am Anleihemarkt steigen. Der Dow fiel um 1,61 Prozent auf 47.954,74 Punkte und sank damit nun auch unter die gleitende 90-Tage-Durchschnittslinie, die ein viel beachteter mittelfristiger Trendindikator ist. Ende Februar war der bekannteste Wall-Street-Index bereits unter die kurzfristige 21-Tagelinie gefallen. Der marktbreite S&P 500 gab am Donnerstag um 0,56 Prozent nach auf 6.830,71 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um noch moderatere 0,29 Prozent auf 25.020,41 Punkte nach unten.

ASIEN: - ÜBERWIEGEND GEWINNE - Die Börsen im asiatisch-pazifischen Raum haben am Freitag keine gemeinsame Richtung gefunden. Thema bleibt der Iran-Krieg und die damit verbundenen Sorgen in puncto Öl- und Erdgaspreise, deren Anstieg Konjunktur- und Inflationssorgen geweckt haben. Der japanische Leitindex Nikkei 225 stieg kurz vor dem Handelsende um rund ein halbes Prozent. Mit Blick auf China legte der Hang Seng in der Sonderverwaltungszone Hongkong im späten Handel um 1,8 Prozent zu, während der CSI-300-Index der chinesischen Festlandbörsen um 0,3 Prozent vorrückte. Verluste gab es indes in Australien.

                                
DAX             23815,75  -1,61%
XDAX            23817,17  -1,79%
EuroSTOXX 50     5782,89  -1,50%
Stoxx50          5037,60  -1,26%
                                
DJIA            47954,74  -1,61%
S&P 500          6830,71  -0,57%
NASDAQ 100      25020,41  -0,29%
                                

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN:

                             
Bund-Future    128,30  -0,04%
                             

DEVISEN:

                         
Euro/USD    1,1607  0,02%
USD/Yen     157,82  0,17%
Euro/Yen    183,18  0,18%
                         

BITCOIN:

                                 
Bitcoin            70.342  -0,78%
(USD, Bitstamp)                  
                                 

ROHÖL:

                         
Brent    84,99  -0,42 USD
WTI      80,26  -0,75 USD
                         

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PRESSESCHAU

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bis 6.30 Uhr - Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben die Bundesregierung in einem Appell zu mutigeren und schnelleren Reformen aufgefordert. Absender des Appells sind der Arbeitgeberverband BDA, der Industrieverband BDI, der Zentralverband des Handwerks und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), Politico - Der Wirtschaftsweise Martin Werding lehnt die von der SPD geforderte Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne ab, Interview, Rheinische Post - Gegen den Kölner Reiseunternehmer Axel Schmiegelow hat die Kölner Staatsanwaltschaft Anklage erhoben, Stern

bis 23.15 Uhr: - Jungheinrich-Chef Lars Brzoska fährt für den Stapler-Hersteller zweigleisig: Mit Technik aus China und dem Ausbau des Top-Segments, Interview, FAZ - Gropyus-Mitgründer Philipp Erler will die Baukosten für Wohnungen mit Vorfertigung, Robotern und viel Technik senken. "In vier Jahren baut KI Wohnungen", Interview, FAZ - Danyal Bayaz, grüner Finanzminister in Baden-Württemberg, fordert für künftige Wirtschaftsskandale wie Cum-Ex oder Wirecard ein Ende des Silo-Denkens deutscher Behörden, mehr Tempo bei der strafrechtlichen Aufklärung und verweist auf die italienische Finanzpolizei, Interview, FAZ

bis 21.00 Uhr: - Die fünf grossen Wirtschaftsforschungsinstitute erkennen im Iran-Krieg bislang keine ernsthafte Bedrohung für die deutsche Konjunktur, FAZ - Die Unionsfraktion im Bundestag lehnt schnelle Entlastungen für Autofahrer angesichts der steigenden Benzinpreise ab, Interview mit dem Vizechef der Union im Bundestag, Günter Krings (CDU), Welt - Ex-Aussenminister Joschka Fischer (Grüne): "Donald Trump ist ein Symbol für den Niedergang Amerikas", Interview, HB - Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp über die Mobilisierung privaten Kapitals, die WIN-Initiative und die Finanzierung von Verteidigung. "Wir müssen es Investoren leichter machen", Interview, BöZ - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will CO2-Bepreisung aussetzen, wenn der Iran-Krieg länger anhält und das "scharfe Schwert des Kartellrechts" nicht zu einem Rückgang der Energiepreise führt, Interview, Welt Fernsehen - Die Vorsitzende der Linken, Ines Schwerdtner, fordert angesichts steigender Energiepreise infolge des Iran-Kriegs einen Spritpreisdeckel und die Rückkehr zum 9-Euro-Ticket, Interview, Bild - Nobelpreisträger Daron Acemoglu: Donald Trumps Regelbrüche demonstrieren seine Macht, Gastbeitrag, HB

/mis