Newsticker

Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - DAX FÄLLT RICHTUNG 23.000 PUNKTE - Für die europäischen Anleger wird die Rückkehr aus dem Wochenende wegen des eher noch zugespitzten Iran-Kriegs zum bösen Erwachen. Zumindest scheint der Dax aber nicht ganz so massiv einzubrechen, wie noch am frühen Morgen befürchtet. Inzwischen taxiert der Broker IG den deutschen Leitindex fast zwei Stunden vor dem Xetra-Start 2,3 Prozent noch tiefer auf 23.050 Punkte. In der hatte es am Tief von 22.705 Punkten noch nach einem Einbruch auf das tiefste Niveau seit Frühjahr vergangenen Jahres ausgesehen. Nun ist es nur noch ein Tief seit November. Vor allem der rasende Anstieg der Energiepreise schockiert aber und schürt zunehmend die Inflations- und Wachstumssorgen. Der Iran hat einen neuen obersten Führer bestimmt, aber auch der Sohn des getöteten Ajatollah Ali Chamenei wird von Israel und den USA wieder bedroht. Ein schnelles Ende des Kriegs und eine Normalisierung der Ölproduktion in der Region scheinen nicht absehbar.

USA: - VERLUSTE - Die US-Börsen haben am Freitag mit teils deutlichen Verlusten geschlossen. Der Dow Jones Industrial fiel angesichts der Forderung des US-Präsidenten nach einer "bedingungslosen Kapitulation" des Iran zeitweise auf ein Tief seit Ende November. Der überwiegend mit Technologie-Aktien bestückte Nasdaq 100, der sich von seinem verlustreichen Start rasch spürbar erholt hatte, wurde zum Handelsende von neuen Sorgen rund um KI-Aktien erfasst. Schwache Arbeitsmarktdaten stützen unterdessen Hoffnungen auf Leitzinssenkungen. Der Dow, der vor fast einem Monat noch über 50.500 Punkte geklettert war, hatte sich im frühen Handel kurzzeitig der Marke von 47.000 Zählern genähert. Letztlich erholte sich der bekannteste Wall-Street-Index spürbar mit minus 0,95 Prozent auf 47.501,55 Punkte. Im Wochenverlauf bedeutet das ein Minus von 3,0 Prozent. Um 1,33 Prozent auf 6.740,02 Punkte ging es am Freitag für den breit gefassten S&P 500 abwärts. Der Nasdaq 100 , der die Inflationssorgen bisher deutlich besser wegsteckte, sank um 1,51 Prozent auf 24.643,02 Zähler. Ihn belasteten letztlich vor allem Neuigkeiten zu Oracle und OpenAI, die ihre Pläne zur Erweiterung eines Vorzeige-Rechenzentrums für Künstliche Intelligenz aufgegeben haben. Auf Wochensicht steht für den Tech-Index ein Minus von 1,3 Prozent zu Buche.

ASIEN: - DEUTLICHE VERLUSTE - In Asien haben die Aktienmärkte wegen des starken Anstiegs der Ölpreise stark nachgegeben. In Tokio stürzte der Nikkei-Index für 225 führende Werte kurz vor Handelsende um rund fünf Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang des Jahres ab. Noch deutlicher fielen die Verluste in Südkorea aus. Dort belasteten hauptsächlich die hohen Abschläge bei den Schwergewichten Hynix und Samsung. Auch in China und Hongkong ging es deutlich nach unten - wenn auch nicht so stark wie in Japan und Südkorea.

                                
DAX             23591,03  -0,94%
XDAX            23640,04  -0,74%
EuroSTOXX 50     5719,90  -1,09%
Stoxx50          4991,01  -0,92%
                                
DJIA            47501,55  -0,95%
S&P 500          6740,02  -1,33%
NASDAQ 100      24643,01  -1,51%
                                

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN:

                             
Bund-Future    126,39  -0,45%
                             

DEVISEN:

                          
Euro/USD    1,1523  -0,72%
USD/Yen     158,73   0,52%
Euro/Yen    182,91  -0,19%
                          

BITCOIN:

                               
Bitcoin                        
(USD, Bitstamp)                
Bitcoin            67.52  2,34%
                               

ROHÖL:

                       
Brent    108,01  16,53%
WTI      103,00  13,31%
                       

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PRESSESCHAU

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bis 6.30 Uhr - Ex-FDP-Chef und neuer Autohandelsmanager Christian Lindner (FDP) schlägt Gutschriften für Ladestrom an Elektroautofahrer vor, Automobilwoche - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) zu Hagels Niederlage: "Am Ende kommt es vor allem auf den Spitzenkandidaten an". Positivtrend der Union auf Bundesebene müsse "noch deutlich stärker werden", Welt - Boris Palmer offen für Ministeramt in neuer Landesregierung von Baden-Württemberg, Politico - Autoland geht auf zwei Milliarden Euro Umsatz zu, Interview mit Autoland-Vize-Chef und Ex-Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP), Automobilwoche - Rheinmetall-Auftrag für VW-Werk in Osnabrück, Automobilwoche - Migrationsforscher Daniel Thym sieht Türkei als "Türsteher" gegen mögliche Fluchtwelle aus dem Iran, HB - Volkswagen-Händler machen deutlich weniger Gewinn, Automobilwoche - Wirtschaftsvereinigung der Grünen sieht Wirtschaftspolitik als zentralen Faktor für Özdemirs Wahlerfolg, Welt

bis 5.00 Uhr - Angesichts des wirtschaftlichen Wettbewerbs insbesondere mit den USA und China fordert die SPD, die heimischen Märkte stärker zu schützen und abzuschotten. Das SPD-Präsidium für härteren "Buy European"-Ansatz innerhalb der EU-Handelspolitik, Rheinische Post

bis 20.30 Uhr - "Putin dürfte die Tötung Khameneis am meisten besorgen." Der russische Iran-Fachmann Nikita Smagin über Moskaus Blick auf den Krieg, Gespräch, FAZ - Die Errungenschaften in der Gleichstellung von Mann und Frau sind fragil, Gastbeitrag anlässlich des Internationalen Frauentags, Vorstandsvorsitzende der Targobank, Isabelle Chevelard, BöZ - Der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Dräger spart in Deutschland Stellen und Vertriebsstandorte ein, will hierzulande aber auch weiter wachsen, etwa im Verteidigungsgeschäft. Die USA und China bleiben wichtige Märkte, Interview mit Gert-Hartwig Lescow, Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender, und Rainer Klug, Vorstand Sicherheitstechnik, BöZ - In Baden-Württemberg hat CDU-Landeschef Manuel Hagel ausgeschlossen, sich mit Hilfe der AfD zum Regierungschef küren zu lassen, Interview, SWR - Irankrieg alarmiert deutsche Einzelhändler: Kostensteigerungen und Margendruck, HB - Der Chef des Lkw-Bauer MAN, Alexander Vlaskamp, fordert Abwrackprämie für Lkw, HB - Die Mitgründerin von Better Ventures, Tina Dreimann, hat über 100 Kapitalgeber für Start-ups gewonnen, die die grossen Probleme der Welt lösen wollen. Ihr Ziel: Mit Geld von Unternehmern Risikokapitalgeber abhängen, Interview, HB