Zürich (awp) - Die Aktien von Avolta notieren nach der Vorlage der Jahreszahlen am Mittwoch im frühen Handel klar höher. Analysten beurteilen die Resultate als solide bis gut. Zudem bestätigte der auf Flughafen-Shops spezialisierte Konzern trotz Iran-Krieg seine Ziele bis 2027 und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm an.
Um 9.30 Uhr notiert die Aktie 2,5 Prozent höher bei 47,00 Franken, während der Gesamtmarkt (SPI) 1,0 Prozent im Minus steht. Vor Ausbruch des Iran-Kriegs wurde die Aktie allerdings noch zu Kursen um 52 Franken gehandelt.
Am Markt wird vor allem die solide operative Entwicklung hervorgehoben. Der Konzern habe trotz eines anspruchsvollen Umfelds ein organisches Wachstum von 5,5 Prozent erreicht und die operative Marge weiter gesteigert. Auch die starke Cash-Generierung und die weiterhin sinkende Verschuldung werden von Analysten positiv bewertet. Hinzu kommt eine aktionärsfreundliche Kapitalpolitik mit erhöhter Dividende und einem neuen Aktienrückkaufprogramm über bis zu 225 Millionen Franken.
Analysten sehen den Konzern auch weiterhin gut positioniert, um vom strukturellen Wachstum im Reisedetailhandel zu profitieren. Laut ZKB hat Avolta in den vergangenen Jahren durch moderate Verschuldung, Kostenkontrolle sowie die erfolgreiche Integration des Gastronomiebetreibers Autogrill an Stabilität gewonnen. Zudem überzeugten die hybriden Store-Konzepte, die Retail- und Gastronomieangebote kombinieren.
Gleichzeitig verweisen die Experten auf geopolitische Risiken: Der Iran-Krieg könnte über mögliche Störungen im internationalen Flugverkehr den Reiseverkehr und damit auch das Geschäft des Basler Konzerns belasten.
Zwar gilt die direkte Exponierung von Avolta im Nahen Osten als gering. Marktteilnehmer beobachten jedoch mögliche indirekte Effekte auf Passagierströme und Konsumverhalten aufmerksam. Zudem dürften auch im laufenden Jahr Wechselkurseffekte den Umsatz deutlich belasten.
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