Newsticker

Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - IM PLUS - Der Dax dürfte sich nach seinem Rutsch auf das tiefste Niveau seit April 2025 am Freitag etwas fangen. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex zweieinhalb Stunden vor dem Xetra-Start in der dritten Kriegswoche im Iran 0,7 Prozent höher auf 22.991 Punkte. Tags zuvor war er zeitweise bis auf 22.759 Punkte gesackt, nachdem der Ölpreis von einer weiteren Eskalation in Nahost kräftig angetrieben worden war. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete mit gut 119 Dollar fast wieder so viel wie am 9. März, als mit fast 120 Dollar der höchste Stand seit 2022 erreicht worden war. Entsprechend loderten Konjunktur- und Inflationssorgen wieder bedrohlich auf. Inzwischen hat sich die Lage am Ölmarkt etwas entspannt. Ein Barrel Brent kostet mit 107 Dollar deutlich weniger. "Die Anleger treten wieder einen Schritt von der Klippe zurück", kommentierte Marktstratege Stephen Innes von SPI Asset Management. "Der Ölpreis steuert aber weiter das Marktgeschehen."

USA: - LEICHT IM MINUS - An den New Yorker Aktienmärkten hat sich die Angst vor einer weiteren Eskalation an den Energiemärkten am Donnerstag etwas gemässigter gezeigt als zuvor in anderen Weltregionen. Kursverluste zeugten zwar auch in den USA von einer gewissen Nervosität, sie wurden aber zum Ende hin kleiner mit dem Ölpreis, der auch etwas von seinem hohen Niveau zurückkam. In Europa und Asien war die Beunruhigung grösser gewesen, weil die Länder dort deutlicher von Öl- und Gasimporten abhängig sind. Der Dow Jones Industrial hatte über weite Strecken mit bis zu einem Prozent im Minus gelegen, reduzierte seine Verluste dann aber im Späthandel noch auf 0,44 Prozent. Aus dem Handel ging der US-Leitindex bei 46.021,43 Punkten. Der marktbreite S&P 500 reduzierte seine Verluste mit 6.606,49 Punkten auf 0,27 Prozent. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es letztlich um 0,29 Prozent auf 24.355,28 Zähler bergab.

ASIEN: - UNEINHEITLICH - Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Freitag keine einheitliche Richtung eingeschlagen. Der hohe Ölpreis im Zuge des Iran-Kriegs sorgt aber in der dritten Kriegswoche weiter für Zurückhaltung. In Japan ruhte der Handel zum Wochenschluss wegen eines Feiertages. Der Hang-Seng-Index der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong sank zuletzt um 0,7 Prozent, während der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der chinesischen Festlandsbörsen um 0,5 Prozent zulegte.

                                 
DAX             22.839,56  -2,82%
XDAX            23.010,30  -0,55%
EuroSTOXX 50     5.613,83  -2,14%
Stoxx50          4.872,97  -1,96%
                                 
DJIA            46.021,43  -0,44%
S&P 500          6.606,49  -0,27%
NASDAQ 100      24.355,28  -0,29%

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN:

                             
Bund-Future    126,02  -0,12%

DEVISEN:

                          
Euro/USD    1,1561  -0,24%
USD/Yen     158,36   0,40%
Euro/Yen    183,08   0,15%

BITCOIN:

                                
Bitcoin            70.521  0,86%
(USD, Bitstamp)                 

ROHÖL:

                          
Brent    106,73  -1,94 USD
WTI       93,46  -2,09 USD

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PRESSESCHAU

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bis 06.30 Uhr: - EU-Regierungschefs wollen Emissionshandel abschwächen, HB - Umfrage: Deutschlands Führungskräfte misstrauen der Regierungskoalition unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) zunehmend, Capital - Lehrerverband: WhatsApp-Regulierung "kaum realistisch", Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND)

bis 5.00 Uhr: - Die Verhandlung von Thyssenkrupp und Jindal über den Verkauf der Stahlsparte Thyssenkrupp Steel stockt, Rheinische Post - Die Verkehrsminister der Länder wollen den Einsatz von sogenannten Robotaxen und selbstfahrenden Mietwagen in Deutschland reglementieren, Rheinische Post - Angesichts stark steigender Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung und der Debatte um tiefgreifende Reformen pochen die Hausärzte auf eine Reduzierung der Zahl der Krankenkassen, Interview mit Markus Blumenthal-Beier, Bundesvorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Rheinische Post - Angesichts der steigenden Nutzung von nicht-invasiven Pränataltests mahnt Linken-Fraktionschef Sören Pellmann eine Debatte über die gesellschaftlichen Folgen an, Interview, Rheinische Post

bis 21.00 Uhr: - Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kritisiert mögliche Lockerung von US-Ölsanktionen gegen Iran, Bild - Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) fordert Massnahmen gegen hohe Energiepreise, Hannoversche Allgemeine Zeitung - Amazon-Gründer Jeff Bezos befindet sich in ersten Gesprächen, um 100 Milliarden Dollar für einen neuen Fonds aufzubringen, der Fertigungsunternehmen aufkaufen soll. Diese sollen dann die Automatisierung mithilfe von KI vorantreiben, WSJ - Commerzbank kürzt Bonus von Ex-Chef Manfred Knof wegen Geheimtreffen mit Orcel, HB - Hamburger Sparkasse (Haspa) buhlt um Commerzbank-Kunden, Interview mit Vorstandssprecher Harald Vogelsang, BöZ - Die Stimmung in der deutschen Immobilienwirtschaft hat sich zum Jahresauftakt wieder verschlechtert, HB - Niedersachsens Finanzminister und Nord/LB-Aufsichtsratschef Gerald Heere (Grüne) zeigt sich mit Blick auf eine Dividende der Bank noch zurückhaltend, Interview, BöZ - KI-Start-Up Prometheus, das unter anderem von Amazon Gründer Jeff Bezos, geführt wird, will in Finanzierungsrunde 6 Milliarden Dollar einsammeln, WSJ

/jha/