Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt stehen am Mittwoch die Zeichen erneut auf Grün. Vage Hoffnungen auf eine Deeskalation im Iran-Krieg sorgen für eine gewisse Zuversicht. Während die US-Börsen noch mit Verlusten schlossen, zogen die Märkte in Asien bereits kräftig an. Bei den Ölpreisen zeigte sich ebenfalls eine gewisse Entspannung - ein Fass der Sorte Brent kostete am Morgen wieder knapp unter 100 Dollar. Und auch der Goldpreis hat seine jüngste Talfahrt zumindest unterbrochen.
Laut Medienberichten hat die US-Regierung dem Regime in Teheran einen Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs unterbreitet. Allerdings konterte der Iran mit eigenen zahlreichen Forderungen - unter anderem einer Mautgebühr für die Strasse von Hormus. Gleichzeitig lockerte der Iran die Regeln für eine Durchfahrt durch die wichtige Meerenge, griff aber weitere Ziele in den Staaten des Persischen Golfes an und das Pentagon verlegte Luftlande-Kräfte in den Nahen Osten.
Noch bleiben Marktteilnehmer denn auch vorsichtig. "Die immer wieder anderen Schlagzeilen zum Nahost-Konflikt erhöhen die Schwankungen am Aktienmarkt. Es bleibt ein Wechselbad der Gefühle", hiess es von einem Börsianer am Morgen. Besonders das erratische Verhalten von US-Präsident Trump sorge für viel Unruhe. Allerdings sei der Markt offensichtlich offen für jeden Funken Hoffnung.
SMI festigt Erholung
Die Bank Julius Bär berechnet den Leitindex SMI vorbörslich gegen 08.10 Uhr um 0,63 Prozent höher bei 12'595,00 Punkten. Damit könnten sich die Gewinne den dritten Tag in Folge fortsetzen.
Marktbewegende Nachrichten von Bluechips sind am heutigen Handelstag Mangelware. Bei den Schwergewichten liegen Novartis (+0,6%) vor Roche (+0,1%). Nestlé (+0,5%) halten sich trotz einer Kurszielsenkung von Morgan Stanley im Einklang mit dem Gesamtmarkt.
Auch in der zweiten Reihe dürften am ehesten Analystenkommentare für Bewegung sorgen. So hat die Citigroup die Bewertung für Galderma (+2,5%) mit "Buy" wieder aufgenommen. Die Experten sehen den Dermatologiekonzern weiter auf Wachstumskurs. Die UBS hat das Rating für SIG (+4,5%) auf "Buy" erhöht, Stadler Rail (+4,1%) wurden auf "Neutral" hochgestuft.
Bei DocMorris (+3,5%) kommt es bekanntlich zu einem deutlichen Umbau im Verwaltungsrat. Zahlreiche Mitglieder treten nicht zur Wiederwahl an. Grossaktionär CEPD fordert nun zudem die Abwahl von VR-Präsident Oberhänsli und schlägt stattdessen neben neuen Mitgliedern Ex-Celesio-Chef Oesterle als neuen VRP vor.
Belimo (-0,4% bzw. -2,75 Fr.) sind nur optisch im Minus. Die Aktie wird ex Dividende von 10 Franken gehandelt.
dm/hr