Ad hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR
Phoenix Mecano mit starkem Start ins 2026
Die Phoenix Mecano-Gruppe konnte im ersten Quartal 2026 beim Umsatz zulegen und die Profitabilität überproportional steigern. Im Geschäftsjahr 2025 blieb das Unternehmen in einem herausfordernden Umfeld knapp unter den Vorjahreswerten.
Kloten/Stein am Rhein, 22. April 2026. Der konsolidierte Bruttoumsatz der Phoenix Mecano-Gruppe reduzierte sich im Geschäftsjahr 2025 leicht von EUR 779,5 Mio. auf EUR 757,3 Mio. In Lokalwährungen sank der Umsatz um 0,9%.
Der betriebliche Cashflow (EBITDA) der Gruppe reduzierte sich von EUR 75,3 Mio. um 5,7% auf EUR 71,0 Mio. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank um 7,6% von EUR 51,5 Mio. auf EUR 47,6 Mio.
Das Periodenergebnis lag bei EUR 31,8 Mio. und blieb damit 13,1% unter dem Vorjahr (EUR 36,6 Mio.). Die Nettomarge reduzierte sich von 4,7% auf 4,2%.
Die Eigenkapitalquote blieb mit 45,9% robust (Vorjahr: 46,4%) und deutlich über dem Zielwert von 40%. Die Nettoverschuldung erhöhte sich auf Grund des tieferen Geldzuflusses aus Geschäftstätigkeit und erhöhter Gebäudeinvestitionen per Jahresende 2025 auf EUR 42,0 Mio. (Vorjahr EUR 11,1 Mio.) Dies entspricht 15,3% des Eigenkapitals.
Der Return on Capital Employed (ROCE) ging von 17,1% auf 15,6% zurück, liegt damit aber weiterhin über dem strategischen Mittelfristziel von 15%.
Entwicklung der Sparten
Die Sparte Enclosure Systems konnte sich mit einem Bruttoumsatz von EUR 214,7 Mio. (im Vorjahr EUR 215,0 Mio.) im Markt gut behaupten (in Lokalwährungen +0,9%). Mit EUR 28,2 Mio. (im Vorjahr EUR 28,4 Mio.) blieb das Betriebsergebnis ebenso stabil wie die Betriebsergebnismarge mit 13,1% (im Vorjahr 13,2%).
Der Sparte Industrial Components gelang mit einer Bruttoumsatzsteigerung von 3,5% von EUR 184,6 Mio. auf EUR 191,1 Mio. die Trendwende (in Lokalwährungen +2,8%). Der Betriebsgewinn konnte von EUR 6,9 Mio. auf EUR 8,4 Mio. erhöht werden, dies trotz Einmalkosten von EUR 3,5 Mio. für ein Programm zur Leistungssteigerung.
Der Bruttoumsatz der Sparte DewertOkin TechnologyGroup (DOT) reduzierte sich um 7,4 % von EUR 370,5 Mio. auf EUR 343,0 Mio. In Lokalwährungen betrug der Rückgang 3,5%. Der Umsatzrückgang und die Zollsituation führten zu einem reduzierten Betriebsergebnis von EUR 18,9 Mio. (im Vorjahr EUR 23,6 Mio.).
Erstes Quartal 2026: Industriekonjunktur gibt Rückenwind
Während die Sparte DewertOkin Technology (DOT) Group im ersten Quartal 2026 nach wie vor die durch die US-Handelszölle ausgelöste gedämpfte Nachfrage spürte, zog die Dynamik in den beiden Industriesparten getragen von der Industriekonjunktur spürbar an. Insbesondere die Sparte Industrial Components überzeugte mit zweistelligem Umsatzwachstum und einer überproportionalen Ertragssteigerung.
Im ersten Quartal 2026 stieg der Bruttoumsatz der Phoenix Mecano-Gruppe um 2,2% auf EUR 201,0 Mio. In Lokalwährung betrug der Zuwachs 5,9%.
Der Auftragseingang ging von EUR 194,5 Mio. auf EUR 193,8 Mio. zurück (–0,4%). In Lokalwährung konnte ein Anstieg von 3,4% verzeichnet werden. Die Book-to-bill Ratio lag im ersten Quartal 2026 auf Gruppenstufe bei 0,96 (Vorjahr 0,99), nach Sparten zeigte sich aber ein differenziertes Bild: Während die Book-to-bill Ratio bei der DewertOkin Technology Group unter 1,0 war, lag sie bei Enclosure Systems darüber. Die Book-to-bill Ratio bei Industrial Components lag zwar ebenfalls unter 1,0, was jedoch auf die sehr dynamische Umsatzentwicklung des Geschäftsbereichs Measuring Technology zurückzuführen ist.
Das Betriebsergebnis legte um 21,9% von EUR 13,5 Mio. auf EUR 16,4 Mio. zu. Dies entspricht einer Betriebsergebnismarge von 8,2% (Vorjahr 6,9%). Das Periodenresultat verbesserte sich trotz negativen Währungskurseffekten um 5,2% auf EUR 10,7 Mio. (Vorjahr EUR 10,1 Mio.).
In der Sparte Enclosure Systems nahm der Bruttoumsatz im ersten Quartal 2026 um 4,2% auf EUR 58,1 Mio. zu (In Lokalwährung +6,7%). Das Betriebsergebnis stieg von EUR 7,4 Mio. auf EUR 8,2 Mio. und die Betriebsergebnismarge lag bei 14,1%. Industriegehäuse konnten dank eines starken Geschäfts im Defense- und Energiesektor die schwächere Entwicklung des HMI-Geschäfts im Automotive-Bereich weitgehend ausgleichen. Elektronikgehäuse profitierten von einer höheren Nachfrage, unter anderem in der Bahntechnik und bei erneuerbaren Energien.
Die Geschäftsbereiche für Industrie- und Elektronikgehäuse werden in Zukunft noch enger zusammengeführt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Der Bruttoumsatz in der Sparte Industrial Components stieg um 15,0% auf EUR 57,3 Mio. In Lokalwährung betrug der Zuwachs 16,4%. Das Betriebsergebnis der Sparte erhöhte sich überproportional von EUR 4,1 Mio. auf EUR 6,5 Mio. (+57,1%). Dies entspricht einer Betriebsergebnismarge von 11,4%.
Im Bereich Automation Modules blieben positive Impulse zur Erholung der Nachfrage noch aus. Demgegenüber musste der Geschäftsbereich Electrotechnical Components die Fertigungskapazitäten in Tunesien erhöhen, um mit der anziehenden Nachfrage Schritt zu halten. Der Geschäftsbereich Measuring Technology realisierte im ersten Quartal 2026 zahlreiche Aufträge im projektgetriebenen Geschäft mit Messystemen für die Hochspannungsgleichstromübertragung. Auch das im vergangenen Jahr lancierte Geschäft mit Stromsensoren für Rechenzentren nahm Fahrt auf.
Der Bruttoumsatz der Sparte DewertOkin Technology Group reduzierte sich um 6,3% auf EUR 82,6 Mio. In Lokalwährung konnte das Geschäft nahezu stabil gehalten werden (-0,5%). Das Betriebsergebnis stieg dank einer erfreulichen Geschäftsentwicklung in Südamerika dennoch auf EUR 3,3 Mio. (Vorjahr: EUR 2,8 Mio.), was einer Betriebsergebnismarge von 3,9% entspricht.
In der internationalen Möbelindustrie zeigte sich im ersten Quartal 2026 noch keine Belebung der Endkundennachfrage. Die DOT Group reagiert mit Produktinnovationen und Verlagerungen auf die sich wandelnden Anforderungen von Endkunden und international positionierten Möbelherstellern.
Anträge an die Generalversammlung
Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vom 21. Mai 2026 vor, die Dividende um CHF 0.50 auf CHF 19.50 je Aktie zu erhöhen.
Ausserdem beantragt der Verwaltungsrat, 40’665 im Rahmen von zwei Aktienrückkaufprogrammen erworbene eigene Aktien zu vernichten und das Aktienkapital entsprechend herabzusetzen.
Ausblick
Im ersten Quartal 2026 setzte sich die Erholung der Industriekonjunktur in Europa fort. Die Auswirkungen des Kriegs im Iran werden sich mit Verzögerung in den Geschäftszahlen niederschlagen. Direkt betroffen sind die Standorte der Gruppe im Nahen Osten. Die zu erwartenden negativen makroökonomischen Folgen lassen sich derzeit schwer abschätzen, dürften aber die Ergebnisentwicklung im 2. Quartal beeinträchtigen
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Phoenix Mecano trotz des anhaltend herausfordernden Umfelds stabile bis leicht positive Impulse aus ihren Kernmärkten.
Bei den Industrielösungen rechnet die Gruppe mit einer fortgesetzten Investitionsbereitschaft und im Bereich erneuerbare Energien dürfte der strukturelle Wachstumspfad intakt bleiben. Investitionen in Netzinfrastruktur, Energiespeicher und dezentrale Energieerzeugung treiben weiterhin den Bedarf an zuverlässigen, qualitativ hochwertigen Industriekomponenten voran.
In der Komfortmöbelindustrie geht die Gruppe von einer schrittweisen Normalisierung nach den Marktkorrekturen der vergangenen Jahre aus. Langfristig unterstützen der demografische Wandel sowie der Trend zu mehr Komfort-, Pflege- und Gesundheitsanwendungen die Nachfrage nach elektrifizierten Möbelantrieben und Systemlösungen.
Auf Konzernebene wird Phoenix Mecano einen klaren Fokus auf Kosten- und Cash-Flow-Disziplin sowie gezielte Investitionen in Innovation und Wachstumsmärkte legen.
Vor diesem Hintergrund strebt Phoenix Mecano für das Geschäftsjahr 2026 eine Steigerung der Profitabilität an und erwartet ein leicht über dem Vorjahr liegendes Betriebsergebnis. Geopolitische Unsicherheiten, protektionistische Tendenzen sowie Währungs- und Rohstoffpreisschwankungen können das Geschäft jedoch beeinflussen.
Link zum Geschäftsbericht 2025:
https://group.phoenix-mecano.com/de/geschaeftsberichte/
Link zur Präsentation Geschäftsjahr 2025 und 1. Quartal 2026:
https://group.phoenix-mecano.com/de/investor-relations/praesentationen
Über Phoenix Mecano
Phoenix Mecano ist ein global aufgestelltes Technologieunternehmen mit führenden Positionen in den Wachstumsmärkten für industrielle Automatisierung, Industriegehäuse und Antriebssysteme für elektrisch verstellbare Komfort- und Pflegemöbel. Die Gruppe mit Hauptsitz in Stein am Rhein beschäftigt weltweit rund 7500 Mitarbeitende und erwirtschaftete im Jahr 2025 einen Umsatz von knapp EUR 760 Mio. Das erfolgreiche Geschäftsmodell von Phoenix Mecano fokussiert auf die kostengünstige Herstellung von technischen Komponenten und deren Weiterverarbeitung zu kundenspezifischen Produkten für Nischenanwendungen und Integration in modulare Systemlösungen. Drei fokussierte Sparten beliefern eine breite Kundenbasis aus Maschinen- und Anlagenbau, Mess- und Regeltechnik, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt, alternative Energien sowie aus dem Wohn- und Pflegebereich. Phoenix Mecano wurde 1975 gegründet und ist seit 1988 an der Schweizer Börse kotiert.
Weitere Auskünfte:
Phoenix Mecano Management AG
Dr. Rochus Kobler / CEO
Lindenstrasse 23, CH-8302 Kloten
Telefon: +41 (0)43 255 4 255
group.phoenix-mecano.com
Resultate 1. Quartal 2026 (in Mio. EUR) 1-3 2025 1-3 2026 in % Auftragseingang 194.5 193.8 -0.4 Bruttoumsatz 196.7 201.0 2.2 davon Sparte: Enclosure Systems 55.8 58.1 4.2 Industrial Components 49.9 57.3 15.0 DewertOkin Technology Group 88.1 82.6 -6.3 Sonstiges 2.9 3.0 1.4 Nettoumsatz 195.0 198.0 1.6 Betrieblicher Cashflow 19.4 22.1 13.9 Marge 9.9% 11.0% Betriebsergebnis 13.5 16.4 21.9 Marge 6.9% 8.2% davon Sparte: Enclosure Systems 7.4 8.2 10.9 Marge 13.2% 14.1% Industrial Components 4.1 6.5 57.1 Marge 8.3% 11.4% DewertOkin Technology Group 2.8 3.3 16.0 Marge 3.2% 3.9% Sonstiges -0.8 -1.6 -82.6 Periodenergebnis 10.1 10.7 5.2 Marge 5.2% 5.3%