FRANKFURT (awp international)
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AKTIEN
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DEUTSCHLAND: - GERINGE VERLUSTE - Der Dax kann den Schwung von seinem starken Wochenstart zunächst nicht mitnehmen. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex am Dienstag etwa zweieinhalb Stunden vor dem Xetra-Start 0,3 Prozent tiefer auf 24.238 Punkte. Tags zuvor war der Dax unter der Last hoher Ölpreise zunächst bis auf 23.797 Punkte abgetaucht, hatte mit einer starken Kehrtwende seine viel beachteten 200-Tage-Durchschnittslinien aber doch gehalten. Am frühen Montagnachmittag machte sich plötzlich Hoffnung auf eine Annäherung zwischen den USA und dem Iran breit, die auch den Anstieg der Ölpreise zumindest bremste. Am Abend liess US-Präsident Trump dann verlauten, dass er einen angeblich für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran abgesagt habe. Mehrere Golfstaaten hätten ihn darum gebeten, es liefen "ernsthafte Verhandlungen" mit Teheran, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social.
USA: - DOW IM PLUS; NASDAQ UND S&P 500 IM MINUS - Die New Yorker Börsen haben am Montag letztlich keine gemeinsame Richtung gefunden. Dass US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben einen angeblich für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran abgesagt hat, gab den Kursen letztlich wenig Schub. Ähnliches galt davor für iranische Medienberichte, wonach die USA dazu bereit seien, Ölsanktionen gegen den Iran vorübergehend auszusetzen - eine Hauptforderung Teherans für für die Zustimmung zu einem Friedensabkommen und die Wiederöffnung der Strasse von Hormus. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 0,32 Prozent auf 49.686,12 Punkte. Zum Rekordhoch von 50.512 Punkten aus dem Februar fehlen ihm damit allerdings 1,6 Prozent, nachdem er am Freitag - wie auch die anderen Indizes - sichtbar unter Gewinnmitnahmen gelitten hatte. Der marktbreite S&P 500 , der erst am Donnerstag eine Bestmarke aufgestellt hatte, verlor am Ende 0,07 Prozent auf 7.403,05 Punkte. Für den am Donnerstag ebenfalls rekordhohen Tech-Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,45 Prozent auf 28.994,37 Zähler bergab.
ASIEN: - VERLUSTE IN CHINA UND JAPAN; HONGKONG LEICHT IM PLUS - An den wichtigsten asiatischen Börsen ist es am Dienstag überwiegend nach unten gegangen. In Tokio verlor der japanische Leitindex Nikkei 225 trotz überraschend guter Wirtschaftsdaten und eines leicht gesunkenen Ölpreises rund eine Stunde vor Handelsende ein halbes Prozent. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen gab im späten Handel knapp ein Prozent nach. Leichte Kursgewinne gab es dagegen in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong.
DAX 24307,92 1,49%
XDAX 24388,02 2,19%
EuroSTOXX 50 5849,00 0,36%
Stoxx50 5068,47 0,42%
DJIA 49686,12 0,32%
S&P 500 7403,05 -0,07%
NASDAQ 100 28994,37 -0,45%
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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL
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RENTEN:
Bund-Future 124,24 -0,08%
DEVISEN:
Euro/USD 1,1641 -0,14%
USD/Yen 158,94 0,08%
Euro/Yen 185,03 -0,07%
BITCOIN:
Bitcoin
(USD, Bitstamp)
Bitcoin 76.666 -0,37%
ROHÖL:
Brent 109,80 -2,30 USD
WTI 106,99 -1,67 USD
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PRESSESCHAU
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bis 06.30 Uhr: - Städtebund: Kommunen müssen bei Zivilschutz einbezogen werden, Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) - Debatte um Abgeordnetenbezüge: Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) hält Erhöhung der Diäten für "unanständig", Gespräch, Rheinische Post - Der deutsche Wald bleibt weiterhin in kritischer Verfassung, Gespräch mit dem Präsidenten des Waldeigentümerverbands AGDW, Andreas Bitter, Rheinische Post - CDU-Vize Karl-Josef Laumann dringt angesichts schlechter Umfragewerte für die Koalitionsparteien auf mehr Geschlossenheit bei den anstehenden Reformen, Gespräch, Rheinische Post - Der Grünen-Innenpolitiker Konstantin von Notz warnt vor einer wachsenden Bedrohung durch China, Interview, Politico - In der Debatte um eine Reform der Pflegeversicherung wächst der Widerstand innerhalb der SPD gegen eine Mehrbelastung der Pflegebedürftigen im Heim, Bild
bis 23.15 Uhr: - Die SPD will bis zu eine Billion Euro privates Kapital für Künstliche Intelligenz (KI) und digitale Infrastruktur in Europa mobilisieren, HB - "Wir sollten beim Elterngeld nicht übers Sparen nachdenken" - Die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, Nicola Fuchs-Schündeln, warnt vor weiteren Kürzungen und plädiert stattdessen für eine Reform mit längeren Vätermonaten, Gespräch, HB - Vor einem halben Jahrhundert brach der keynesianische Konsens. Staatliche "Globalsteuerung" der Nachfrage war an ihre Grenzen gestossen. Die Angebotspolitik hatte bessere Antworten zur Lösung der damaligen Probleme. Sie ist auch heute wieder gefragt - allerdings ist der Staat stärker gefordert als früher, Gastbeitrag von Ökonomen Michael Hüther und Joachim Fels, FAZ - Warum die deutsche Regierung die Commerzbank-Übernahme verbieten sollte, Gastbeitrag von Ökonom Christian Conrad, FAZ
bis 21.00 Uhr: - China investiert wieder mehr in Europa und baut dabei so viele Fabriken wie nie zuvor, HB - Berlin will den Ausbau des Glasfasernetzes mit Regulierung beflügeln, die dem Breitbandverband Anga Sorgen macht. Die Novelle des Telekomgesetzes verunsichere Investoren und Betreiber, warnt ihr Präsident Thomas Braun, Gespräch, BöZ - Angesichts hoher Umfragewerte der AfD in Sachsen-Anhalt warnen Polizeigewerkschaften vor Risiken für Sicherheitsbehörden bei einer möglichen Regierungsübernahme der Partei, HB - Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitsmarktstruktur, verringert aber keineswegs den Arbeitskräftebedarf, wie bisweilen befürchtet wird. Zuwanderung ist nach wie vor unerlässlich. Doch diesmal muss die Integration klappen, sagt Arbeitsmarktexperte Enzo Weber, Gespräch, BöZ