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Aktien Schweiz Eröffnung: SMI dreht rasch ins Plus

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag zunächst zwar leicht im Minus eröffnet, die Verluste dann aber rasch abgebaut und minimal ins Plus gedreht. Eine Mischung aus schlechten News aus Nahost und genereller Zurückhaltung im Vorfeld des Zinsentscheids der Europäischen Zentralbank (EZB) drücke zwar auf die Stimmung, meinen Händler. Relativ positive US-Futures und solide Schwergewichte verhinderten aber ein Abgleiten des SMI.

Beim anstehenden EZB-Entscheid gilt es als ausgemachte Sache, dass der Leitzins um 0,25 Prozentpunkte angehoben wird. Gespannt warten die Märkte aber auf Signale für das weitere Vorgehen der Euro-Währungshüter. "Ein zentraler Punkt ist die Frage, ob die Anhebung präventiver Natur ist oder den Auftakt eines neuen Straffungszyklus markiert", meint ein Ökonom.

Die USA und der Iran haben sich in der zweiten Nacht in Folge gegenseitig heftig beschossen. Der Konflikt hat sich damit trotz der seit zwei Monaten geltenden Waffenruhe hochgeschaukelt. Ausserdem gab es neue gegenseitige Drohungen. Beim Ölpreis hielten sich die Auswirkungen aber in Grenzen.

Schwergewichte stützen

Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt gegen 9.15 Uhr 0,13 Prozent auf 13'480,13 Punkte, wobei sich Gewinner und Verlierer in etwa die Waage halten. Der SMIM der mittelgrossen Werte zieht um 0,07 Prozent auf 3006,59 Punkte an und der breite SPI um 0,09 Prozent auf 19'028,31 Stellen. Der Schweizer Leitindex hatte am Vortag um deutliche 0,80 Prozent zugelegt und sich damit nicht zuletzt dank starker Schwergewichte besser als die meisten grossen europäischen Märkte geschlagen.

Dies setzt sich nun fort. Nestlé, Novartis und Roche sind zwischen 0,1 und 0,2 Prozent im Plus und stützen damit den Gesamtmarkt erneut. Roche meldete ein Update zu einem Zulassungsantrag, Novartis einen Studienerfolg.

Deutlich stärker aufwärts geht es mit Richemont (+1,9%) und ABB (+0,7%)

Trotz seiner defensiven Qualitäten haben sich die Swisscom-Papiere (-1,9%) bei den grössten Verlierern eingereiht. Morgan Stanley hat eine heftige Verkaufsempfehlung ausgesprochen.

Noch stärker abwärts geht es mit Partners Group (-2,1%), die damit weiterhin nicht aus dem Tal der Tränen finden.

Am breiten Markt fallen Interroll (-5,0%) nach einer Verkaufsempfehlung durch Kepler Cheuvreux negativ auf, Curatis (+15%) nach einer Zielanhebung positiv. Centiel (+7,1%) setzen den Anstieg vom Vortag fort.

rw/hr