NEW YORK (awp international) - Ein drohendes Ende der Waffenruhe im Iran dürfte die US-Aktienmärkte zur Wochenmitte erheblich belasten. US-Präsident Donald Trump hatte Zweifel am Status eines vorläufigen Friedensabkommens mit dem Iran geäussert und erklärt, die Vereinbarung sei hinfällig. Zuvor war es zu gegenseitigen Angriffen samt einem Abschuss iranischer Raketen auf Bahrein gekommen.
Eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial 0,9 Prozent tiefer auf 52.475 Punkte. Den technologielastigen Nasdaq 100 sieht IG ebenfalls 0,9 Prozent im Minus bei 28.919 Zählern.
Im vorbörslichen Handel am Mittwoch standen nach Trumps Äusserungen vor allem Aktien von Fluggesellschaften und Kreuzfahrtunternehmen unter Druck. So verbuchten die Papiere von United Airlines , Delta Air Lines und American Airlines Verluste zwischen 2,6 und 3,5 Prozent. Die Titel von Carnival und Royal Caribbean büssten jeweils 2,0 Prozent ein.
Dagegen profitierten die Anteilsscheine von Ölkonzernen vorbörslich von deutlich gestiegenen Ölpreisen. Für Chevron ging es zuletzt um 1,6 Prozent nach oben, ExxonMobil legten um 1,3 Prozent zu.
Die Aktien von Apple und Broadcom reagierten im vorbörslichen Handel kaum auf die Nachricht über einen neuen Deal beider Unternehmen im Volumen von mehr als 30 Milliarden US-Dollar. Der iPhone-Hersteller will von dem Halbleiter-Hersteller mehr als 15 Milliarden Chips in den USA produzieren lassen. Dabei werde es sich um Technik rund um die Anbindung zu Kommunikations-Netzen handeln, hiess es. Allerdings hatte Broadcom bereits am Montag eine bis zum Jahr 2031 verlängerte Technologiepartnerschaft mit Apple angekündigt.
Die Aktien von FuelCell Energy brachen vorbörslich um knapp 20 Prozent ein. Das Wasserstoff-Unternehmen hatte eine Kapitalerhöhung um 200 Millionen Dollar angekündigt und diese wenig später auf 225 Millionen Dollar ausgeweitet.
Die Papiere des Halbleiter-Unternehmens Navitas sackten vorbörslich um 5,3 Prozent ab, nachdem der Wettbewerber Wolfspeed bei einem US-Bezirksgericht im Staat Delaware Klage gegen Navitas wegen angeblicher Patentverletzungen eingereicht hatte. Wolfspeed-Titel verloren 2,6 Prozent./edh/stk