Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Freitag trotz negativer Vorgaben leicht höher eröffnet. Die Vorgaben sind allerdings vor allem für Technologie-Werte sehr schwach. An der US-Technologie-Börse Nasdaq sowie in Japan (Nikkei) waren einmal mehr vor allem Aktien mit KI-Bezug unter Druck gestanden. Nach deren Rally bis in den Juni hinein würden hier viele Anleger weiter Kasse machen, hiess es im Handel dazu.
Auf den hiesigen Aktienmarkt seien die Auswirkungen allerdings eher gering, da im Leitindex SMI bekanntlich viele defensive Titel enthalten seien, heisst es. Auch die Störmanöver von der Politik - die USA haben erneut den Iran angegriffen - sind eher positiv für defensive Aktien. "Die meisten Börsianer lassen sich sowieso davon nicht mehr allzu stark beeindrucken", meinte ein Marktteilnehmer dazu. Entsprechend notiert der Ölpreis (Brent) am Freitagmorgen mit gut 84 US-Dollar wenig unverändert zum Vorabend.
Der Leitindex SMI notiert um 09.20 Uhr 0,26 Prozent höher bei 14'304,12 Punkten. Der Mid-Cap-Index SMIM der mittelgrossen Werte verliert derweil 0,13 Prozent auf 3112,66 Punkte und der SPI avanciert 0,18 Prozent auf 20'104,15 Zähler.
13 der 20 SMI-Titel notieren im Plus, wobei Partners Group (+2,0%) an erster Stelle stehen. Die Titel des Privatmarktanbieters hatten am Vortag nach skeptisch aufgenommenen ersten Semesterzahlen allerdings 6 Prozent eingebüsst. Weit vorne sind auch die defensiven Swisscom (+1,7%) und Kühne+Nagel (+1,4%) nach einem positiven Analysten-Kommentar.
Firmen-News aus dem SMI-Bereich sind Mangelware. Einzig Novartis hat in der Nacht auf Freitag die US-Zulassung für das Medikament Fabhalta bei Nierenerkrankung vermeldet. Entsprechend sind die Papiere des Basler Pharmakonzerns gesucht (+1,0%). Aber auch die anderen defensiven Schwergewichte Nestlé (+1,1%) und Roche PS (+0,6%) legen zu.
Weitere Gewinnmitnahmen gibt es derweil bei ABB (-1,4%). Und UBS (-1,3%) sind nach dem Steigerungslauf der letzten Wochen ebenfalls unter Druck.
Im breiten Markt legen Georg Fischer (+11,8%) nach starken Zahlen massiv zu. Der Schaffhauser Konzern hat für das Gesamtjahr 2026 die bisherige Prognose für das fortgeführte Flow-Solutions-Geschäft erhöht.
DKSH (-6,6%), Rieter (-3,1%) und Mikron (-2,5%) werden derweil - ebenfalls nach Zahlen - verkauft. Unter Druck sind zudem Technologiewerte wie VAT (-4,0%), Comet (-5,5%), Inficon (-5,6%) oder Ams Osram (-4,8%).
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