Julius Baer Group Ltd. / Schlagwort(e): Jahresergebnis
Präsentation des Halbjahresergebnisses 2026 der Julius Bär Gruppe
21.07.2026 / 07:00 CET/CEST
Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
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Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR
* Julius Bär weist Rekord-Konzerngewinn aus, gestützt durch Allzeithoch bei den
verwalteten Vermögen, deutlich erhöhte Kundenaktivität und verbesserten
operativen Hebel (Operating Leverage).
* Der IFRS-Konzerngewinn erhöhte sich auf einen Rekordwert von CHF 673 Mio. und
der IFRS-Gewinn pro Aktie (EPS) auf CHF 3.27, ein Anstieg von 128% gegenüber
CHF 295 Mio. (EPS: CHF 1.44) im 1. Halbjahr 2025.
* Der adjustierte Konzerngewinn war mit CHF 673 Mio.* (EPS: CHF 3.27) gleich
hoch wie der IFRS-Konzerngewinn, ein Anstieg von 32% gegenüber den zugrunde
liegenden CHF 511 Mio. (EPS: CHF 2.49) im 1. Halbjahr 2025.
* Die verwalteten Vermögen stiegen seit Jahresbeginn um 5% auf ein Allzeithoch
von CHF 547 Mrd., gestützt durch eine positive Marktperformance und
Währungseffekte sowie Netto-Neugeldzuflüsse in Höhe von CHF 5.7 Mrd.
* Die Bruttomarge erhöhte sich auf 87 Basispunkte (Bp) (1. Halbjahr 2025,
zugrunde liegend: 83 Bp) infolge einer aussergewöhnlich hohen Kundenaktivität
im ersten Quartal.
* Weitere Verbesserung des operativen Hebels reflektiert in einer auf 62.6%
zurückgegangenen adjustierten Cost/Income Ratio (1. Halbjahr 2025, zugrunde
liegend: 68.2%).
* Die Kapitalausstattung wurde weiter gestärkt mit einer auf 18.5%
angestiegenen CET1-Kapitalquote (Ende 2025: 17.4%), die damit deutlich über den
Mindestanforderungen liegt.
* Die Bilanz ist nach wie vor äusserst liquide mit einer
Liquiditätsdeckungsquote von 344% (Ende 2025: 261%).
Stefan Bollinger, Chief Executive Officer der Julius Bär Gruppe AG, sagt:
«Insgesamt haben wir im ersten Halbjahr 2026 eine starke operative Leistung
erzielt und konnten einen Konzerngewinn auf Rekordniveau ausweisen. Dies ist
auf eine deutlich erhöhte Kundenaktivität, ein Allzeithoch bei den verwalteten
Vermögen, anhaltende Netto-Neugeldzuflüsse sowie eine weitere Verbesserung des
operativen Hebels zurückzuführen. Diese Entwicklung unterstreicht die Stärke
unseres Geschäftsmodells und die Fähigkeit unseres Teams, unsere Kundinnen und
Kunden auch in einem anspruchsvollen und volatilen Marktumfeld effektiv zu
unterstützen.
Die heutigen Ergebnisse stellen einen soliden Start in unseren neuen
dreijährigen Strategiezyklus dar. Durch disziplinierte und konsequente
Umsetzung erzielen wir bei allen unseren Prioritäten stetige Fortschritte,
wobei unser Fokus besonders auf der Beschleunigung des organischen Wachstums
liegt. Wir freuen uns, unsere Mittelfristziele zu bestätigen.»
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Alternative Performance-Kennzahlen und Überleitungen
Diese Medienmitteilung und andere Investorenmitteilungen enthalten bestimmte
Finanzkennzahlen zur vergangenen und zukünftigen Performance und zur
finanziellen Situation, die von den International Financial Reporting Standards
(IFRS) nicht definiert oder festgelegt sind. Das Management ist der Meinung,
dass diese alternativen Performance-Kennzahlen (Alternative Performance
Measures, APM) – einschliesslich der konsistenten Adjustierung der Ergebnisse
für Positionen im Zusammenhang mit Fusionen und Übernahmen (M&A) – nützliche
Informationen über die finanzielle und operative Performance der Gruppe
liefern. Diese APM verstehen sich als Ergänzung zu den
IFRS-Performance-Kennzahlen, jedoch nicht als deren Ersatz. Die Definitionen
der in dieser Medienmitteilung und anderen Investorenmitteilungen verwendeten
APM sowie die Überleitungen zu den entsprechenden IFRS-Positionen finden sich
im Kapitel Alternative Performance Measures des Halbjahresberichts 2026 (nur in
Englisch vorliegend) unter www.juliusbaer.com/reports. Siehe auch Abschnitt
Alternative Performance Measures am Ende dieser Medienmitteilung.
Performance-Analyse aus unterschiedlichen Berichtsperspektiven: ausgewiesen,
adjustiert und zugrunde liegend
Zur Erhöhung der Transparenz stellt die Analyse in dieser Medienmitteilung die
finanzielle Performance der Gruppe aus drei Perspektiven dar: ausgewiesen nach
IFRS, adjustiert ohne M&A-bezogene Positionen sowie zugrunde liegend, wobei
zusätzlich die Auswirkungen erhöhter Kreditverluste im 1. Halbjahr 2025
ausgeklammert werden.
Julius Bär erstellt den Konzernabschluss gemäss IFRS. Die Mittelfristziele der
Gruppe für die Cost/Income Ratio und die Rendite auf dem CET1-Kapital (RoCET1)
basieren jedoch auf adjustierten Ergebnissen, welche M&A-bezogene Auswirkungen
auf Betriebsertrag und Geschäftsaufwand sowie auf die damit verbundenen
Steuereffekte ausschliessen. In der Folge wird die Analyse der Entwicklung der
Erfolgsrechnung sowohl auf ausgewiesener Basis als auch auf adjustierter Basis
dargestellt, um das Rahmenwerk für die Performance-Beurteilung der Gruppe
besser abzubilden.
Darüber hinaus weist die Gruppe darauf hin, dass das 1. Halbjahr 2025 durch
eine wesentliche, nicht M&A-bezogene Position beeinflusst war: die deutlich
erhöhten Netto-Kreditverluste in Höhe von CHF 130 Mio. (CHF 103 Mio. nach
Steuern). Diese resultierten aus höheren Kreditwertberichtigungen auf
ausgewählte Engagements in den Hypotheken- und Private-Debt-Kreditportfolios im
1. Halbjahr 2025. Um die zugrunde liegenden Performance-Trends klarer
darzustellen, werden in der folgenden Analyse die adjustierten Ergebnisse des
1. Halbjahres 2026 zusätzlich mit den zugrunde liegenden Ergebnissen des 1.
Halbjahres 2025 verglichen – das heisst, mit Ergebnissen, die sowohl um
M&A-bezogene Positionen als auch um die oben genannten erhöhten
Netto-Kreditverluste der Vorjahresperiode adjustiert wurden.
Erläuterung der Berichtsperspektiven
* Ausgewiesen: Vollständige IFRS-Ergebnisse
* Adjustiert: Ohne M&A-bezogene Positionen und damit verbundene Steuereffekte
* Zugrunde liegend: Zusätzlicher Ausschluss der wesentlichen Kreditverluste im
1. Halbjahr 2025 (CHF 130 Mio., CHF 103 Mio. nach Steuern)
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Deutliches Wachstum der Kundenvermögen bei anhaltenden Netto-Neugeldzuflüssen
Die verwalteten Vermögen (AuM) stiegen auf einen Rekordwert von CHF 547 Mrd.,
was einem Plus von CHF 26 Mrd. (+5%) seit Jahresbeginn entspricht. Massgebend
für diese Zunahme waren eine positive Marktentwicklung und Währungseffekte in
Verbindung mit anhaltenden Netto-Neugeldzuflüssen. Die durchschnittlichen
monatlichen AuM stiegen im Jahresvergleich um 7% auf CHF 526 Mrd.
Einschliesslich der Custody-Vermögen (AuC) von CHF 102 Mrd. stiegen die
gesamthaft verwalteten Kundenvermögen auf einen neuen Höchststand von
CHF 649 Mrd.
Nach einem verhaltenen Jahresauftakt erreichten die Netto-Neugeldzuflüsse
CHF 5.7 Mrd. (2.2% annualisiert), da die Fortschritte weiterhin durch die
laufende Implementierung des überarbeiteten Risiko- und Compliance-Rahmens der
Gruppe beeinflusst wurden. Alle Regionen verzeichneten Nettozuflüsse, mit
besonders starken Beiträgen von Western Markets, einschliesslich der Schweiz.
Nach einem Unterbruch in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 setzte sich
das Releveraging durch Kunden gegen Ende des Berichtszeitraums fort. Auch wenn
die Auswirkungen der Implementierung des Risiko- und Compliance-Rahmens
voraussichtlich bis ins Jahr 2027 andauern dürften, bekräftigt die Gruppe ihr
Nettoneugeld-Wachstumsziel von 4–5% bis 2028.
Starker Anstieg des Betriebsertrags bei rekordhohen AuM und erhöhter
Kundenaktivität Der IFRS-Betriebsertrag erreichte CHF 2’276 Mio., was einem
Anstieg von 26% gegenüber CHF 1’810 Mio. im 1. Halbjahr 2025 entspricht. Die
Verbesserung reflektiert eine Erhöhung des Erfolgs aus dem Kommissions- und
Dienstleistungsgeschäft, des Nettoerfolgs aus Finanzinstrumenten bewertet zu
FVTPL (erfolgswirksam zum Fair Value) sowie des Erfolgs aus dem Zinsgeschäft.
Darüber hinaus war der Vergleichszeitraum des Vorjahres durch zwei wesentliche
Positionen beeinträchtigt: der M&A-bezogenen Nettoeffekt von CHF 99 Mio. aus
dem Verkauf von Julius Baer Brazil und die oben erwähnten erhöhten
Netto-Kreditverluste.
Da die M&A-bezogenen Anpassungen des Betriebsertrags in der ersten Hälfte von
2026 vernachlässigbar waren, belief sich der adjustierte Betriebsertrag
ebenfalls auf CHF 2’276 Mio., was einem Anstieg von 12% gegenüber dem zugrunde
liegenden Ergebnis von CHF 2’040 Mio. im Vorjahreszeitraum entspricht. Die
entsprechende Bruttomarge stieg auf 87 Bp (1. Halbjahr 2025: 83 Bp).
Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erhöhte sich um 12%
auf CHF 1’279 Mio., wobei die wiederkehrenden Erträge um 10% auf CHF 984 Mio.
anstiegen. Die hohe Kundenaktivität führte zu einer Zunahme der Courtagen und
des Ertrags aus Wertschriftenemissionen um 12% auf CHF 448 Mio. Der
Kommissionsaufwand ging um 1% auf CHF 153 Mio. zurück.
Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft erhöhte sich um 80% auf CHF 130 Mio., bedingt
durch einen Rückgang beim Zinsaufwand um 21%, der den um 13% gesunkenen
Zinsertrag mehr als ausglich. Trotz eines Anstiegs der durchschnittlichen
Kreditvolumen im Vergleich zum Vorjahr sanken die Zinserträge aus
Kundenausleihungen angesichts des anhaltenden Niedrigzinsumfelds um 16% auf
CHF 529 Mio. Demgegenüber stieg der Zinsertrag aus dem Treasury-Portfolio –
bestehend aus Schuldinstrumenten zu FVOCI (zum Fair Value durch das sonstige
Ergebnis bewertet) sowie Zinserträgen aus Schuldinstrumenten zu fortgeführten
Anschaffungskosten – um 2% auf CHF 270 Mio., gestützt durch einen leichten
Anstieg der durchschnittlichen Bestände. Gleichzeitig ging der Zinsaufwand aus
Verpflichtungen gegenüber Kunden um 22% auf CHF 582 Mio. zurück, in erster
Linie bedingt durch tiefere Einlagenzinsen, obwohl die durchschnittlichen
Bestände leicht zunahmen.
Der Erfolg aus Finanzinstrumenten bewertet zu FVTPL wuchs um 9% auf
CHF 876 Mio. Die Erträge aus Devisen- und Edelmetallhandel sowie aus
strukturierten Produkten fielen in den ersten drei Monaten des Jahres 2026
überdurchschnittlich stark aus und profitierten von Phasen erhöhter Volatilität
und starken Kundenzuflüssen. In den Folgemonaten schwächten sie sich mit der
Normalisierung der Marktbedingungen ab. Trotz etwas höherer
Durchschnittsvolumen war der Ertrag aus Treasury Swaps rückläufig, was auf die
gegenüber Vorjahr geringere Zinsdifferenz zwischen den US- und den Schweizer
Zinssätzen zurückzuführen ist.
Der übrige ordentliche Erfolg nach IFRS stieg auf CHF 14 Mio. (1.
Halbjahr 2025: CHF -83 Mio.), was den oben erwähnten M&A-bezogenen Effekt im 1.
Halbjahr 2025 widerspiegelt. Im Vergleich zum adjustierten übrigen ordentlichen
Erfolg von CHF 17 Mio. im 1. Halbjahr 2025 zeigte die Entwicklung einen
geringfügigen Rückgang.
Die Nettokreditverluste auf finanziellen Vermögenswerten normalisierten sich
auf CHF 23 Mio., nach CHF 130 Mio. im 1. Halbjahr 2025 (1. Halbjahr 2025,
zugrunde liegend: keine).
Weitere Verbesserung des operativen Hebels, adjustierte Cost/Income Ratio bei
62.6% Der IFRS-Geschäftsaufwand erreichte CHF 1’462 Mio., was einem Anstieg von
2% gegenüber CHF 1’440 Mio. im 1. Halbjahr 2025 entspricht. Der Personalaufwand
stieg um 4% auf CHF 974 Mio., während der Sachaufwand gleichbleibend bei
CHF 371 Mio. lag. Abschreibungen und Wertminderungen auf immateriellen Werten
waren nahezu unverändert bei CHF 73 Mio. Abschreibungen auf Liegenschaften und
Sachanlagen gingen um 8% auf CHF 44 Mio. zurück.
Der M&A-bezogene Geschäftsaufwand war im 1. Halbjahr 2026 vernachlässigbar (1.
Halbjahr 2025: CHF 14 Mio.). Infolgedessen erreichte der adjustierte
Geschäftsaufwand ebenfalls CHF 1’462 Mio., was einem Anstieg von 2% entspricht
(1. Halbjahr 2025: CHF 1’426 Mio.).
Wie bereits kommuniziert, verfolgt die Gruppe das Ziel, bis 2028
Bruttoeffizienzsteigerungen von CHF 130 Mio. zu realisieren. Im 1. Halbjahr
2026 beliefen sich die im Zusammenhang mit dem Programm angefallenen
Umsetzungskosten auf CHF 7 Mio., während die daraus resultierenden
Nettokosteneinsparungen CHF 11 Mio. betrugen.
Der adjustierte Personalaufwand erhöhte sich um 4% auf CHF 974 Mio., was auf
einen Anstieg des durchschnittlichen Personalbestands um 1% gegenüber dem
Vorjahr sowie höhere leistungs- und erfolgsabhängige Vergütungen zurückzuführen
ist. Per 30. Juni 2026 beschäftigte die Gruppe 7’675 Vollzeitkräfte (FTE), was
einem Nettozuwachs von 285 Stellen seit Jahresbeginn entspricht. Davon stammten
mehr als die Hälfte von der Internalisierung von Funktionen, die zuvor extern
erbracht wurden, sowie einer einmaligen Definitionsänderung, die insbesondere
mit der Behandlung von Langzeitabsenzen zusammenhing. Auf Nettobasis sank die
Zahl der Kundenberaterinnen und Kundenberater (RMs) um 14 auf 1’247 FTE, was
die Einstellung von 50 RMs und das Ausscheiden von 64 RMs reflektiert. Ein
erheblicher Teil dieser Abgänge resultierte aus kontinuierlichen
Performance-Management-Massnahmen. Gleichzeitig stiegen die durchschnittlichen
AuM pro RM seit Jahresbeginn um 6% und erreichte zum Ende des Berichtszeitraums
CHF 438 Mio.
Der adjustierte Sachaufwand war mit CHF 371 Mio. trotz einer Zunahme der
Rückstellungen und Verluste um 3% auf CHF 37 Mio. stabil. Ohne Rückstellungen
und Verluste in beiden Zeiträumen ging der Sachaufwand im Vergleich zum Vorjahr
um 1% auf CHF 333 Mio. zurück. Die Auswirkungen höherer technologiebezogener
Kosten nach dem Start des Projekts zur Modernisierung der IT-Plattform in der
Schweiz wurden durch Kosteneinsparungen und Internalisierungen kompensiert.
Die adjustierten Abschreibungen auf Liegenschaften und Sachanlagen verringerten
sich um 8% auf CHF 44 Mio., während sich die adjustierten Abschreibungen und
Wertminderungen auf immateriellen Werten um 5% auf CHF 73 Mio. erhöhten.
Letzteres war in erster Linie eine Auswirkung höherer IT-bezogener
Investitionen der vergangenen Jahre.
Die adjustierte Cost/Income Ratio (ohne Rückstellungen und Verluste)
verbesserte sich auf 62.6% (1. Halbjahr 2025, zugrunde liegend: 68.2%).
Rekord-Konzerngewinn
Danke des starken AuM-Wachstums, einer höheren Kundenaktivität sowie eines
verbesserten operativen Hebels konnte die Profitabilität im 1. Halbjahr 2026
signifikant gesteigert werden. Der Gewinn vor Steuern nach IFRS stieg um 120%
auf CHF 814 Mio., während die Ertragssteuern um 88% auf CHF 141 Mio. anstiegen.
Infolgedessen erhöhten sich sowohl der IFRS-Konzerngewinn der Gruppe als auch
der Gewinn pro Aktie (EPS) um 128% und erreichten einen Halbjahresrekord von
CHF 673 Mio. bzw. CHF 3.27, verglichen mit CHF 295 Mio. bzw. CHF 1.44 in der
Vorjahresperiode.
Der adjustierte Gewinn vor Steuern stieg auf CHF 814 Mio., ein Anstieg von 33%
gegenüber dem zugrunde liegenden Ergebnis des Vorjahres. Die entsprechende
Vorsteuermarge verbesserte sich um 6 Bp auf 31 Bp.
Teilweise als Folge der weiteren Umsetzung der OECD-Mindestbesteuerung in
verschiedenen Jurisdiktionen erhöhte sich die adjustierte Steuerquote auf 17.3%
(1. Halbjahr 2025, zugrunde liegend: 16.7%).
Der adjustierte Konzerngewinn der Gruppe wuchs auf CHF 673 Mio. und der
adjustierte EPS stieg auf CHF 3.27, was einem Plus von 32% gegenüber den
zugrunde liegenden Werten von CHF 511 Mio. bzw. CHF 2.49 im 1. Halbjahr 2025
entspricht.
Neben einer deutlichen Zunahme des CET1-Kapitals verbesserte sich die
adjustierte RoCET1 auf 32% (1. Halbjahr 2025, zugrunde liegend: 28%).
Solide und liquide Bilanz
Im Vergleich zum Jahresende 2025 weitete sich die Bilanzsumme um 8% auf
CHF 116.6 Mrd. aus, was in erster Linie auf einen Anstieg der Verpflichtungen
gegenüber Kunden (Kundeneinlagen) um 8% auf CHF 72.1 Mrd. zurückzuführen war.
Die Kredite erhöhten sich um 5% auf CHF 44.4 Mrd., davon CHF 36.2 Mrd.
Lombardkredite (+7%) und CHF 8.1 Mrd. Hypothekarkredite (-2%). Daraus
resultierte ein Verhältnis von Ausleihungen zu Einlagen von 61%, ein Rückgang
im Vergleich zu 63% Ende 2025.
Das gesamte Treasury-Portfolio wuchs um 15% auf CHF 17.6 Mrd., unterstützt
durch einen Anstieg der zum FVOCI bewerteten finanziellen Vermögenswerte um 13%
auf CHF 9.9 Mrd. sowie der finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten
Anschaffungskosten um 17% auf CHF 7.7 Mrd.
Das den Aktionären der Julius Bär Gruppe AG zurechenbare Eigenkapital stieg um
2% auf CHF 7.4 Mrd.
Die Bilanz bleibt sehr liquid bei einer Liquiditätsdeckungsquote von 344% (Ende
2025: 261%).
Solide Kapitalausstattung
In der ersten Hälfte von 2026 verstärkte Julius Bär die bereits solide
Kapitalausstattung beträchtlich.
Im Vergleich zum Jahresende 2025 nahm das CET1-Kapital um CHF 0.4 Mrd. bzw. 9%
auf CHF 4.3 Mrd. zu. Trotz der Rückzahlung von
Additional-Tier-1-Kapitalinstrumenten (AT1) in Höhe von USD 350 Mio. im März
2026 erhöhten sich das Tier-1-Kapital und das Gesamtkapital um CHF 0.1 Mrd. auf
CHF 5.6 Mrd. bzw. CHF 5.7 Mrd.
Am 30. Juni 2026 beliefen sich die risikogewichteten Aktiven (RWA) auf
CHF 23.3 Mrd., ein Anstieg von CHF 0.6 Mrd. oder 3% verglichen mit dem Stand
Ende 2025. Dies war zurückzuführen auf höhere Kreditrisikopositionen, die sich
um CHF 0.3 Mrd. auf CHF 11.2 Mrd. erhöhten, sowie eine vergleichbare Zunahme
der Marktrisikopositionen auf CHF 2.1 Mrd. Die operationellen Risikopositionen
und nicht gegenparteibezogenen Risikopositionen blieben unverändert bei
CHF 9.3 Mrd. bzw. CHF 0.6 Mrd.
Diese Entwicklungen führten zu einer CET1-Kapitalquote von 18.5% (Ende 2025:
17.4%) und einer Gesamtkapitalquotevon 24.4% (Ende 2025: 24.7%). Gleichzeitig
wuchs das Gesamtengagement um 7% auf CHF 120 Mrd., was in einer Tier 1 Leverage
Ratio von 4.7% resultierte (Ende 2025: 4.9%).
Die Kapitalausstattung der Gruppe bleibt somit solide: Die CET1-Quote sowie die
Gesamtkapitalquote liegen deutlich über den internen Untergrenzen der Gruppe
von 11% bzw. 15% und deutlich über den Ende Juni 2026 geltenden regulatorischen
Mindestanforderungen von 8.4% bzw. 12.6%. Die Tier 1 Leverage Ratio befindet
sich weiterhin komfortabel über dem regulatorischen Schwellenwert von 3.0%.
*Die M&A-bezogenen Anpassungen waren im 1. Halbjahr 2026 vernachlässigbar..
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Die Ergebniskonferenz für Analysten und Investoren wird um 8.30 Uhr (MESZ) via
Webcast übertragen. Sämtliche Unterlagen (Präsentation, Halbjahresbericht 2026,
Zeitreihen-Tabellen sowie die vorliegende Medienmitteilung) stehen unter
www.juliusbaer.com zur Verfügung.
__________________________
Kontakte
Media Relations, Tel. +41 (0) 58 888 8888
Investor Relations, Tel. +41 (0) 58 888 5256
Wichtige Termine
23. November 2026: Veröffentlichung des Interim Management Statement für die
ersten zehn Monate 2026
1. Februar 2027: Veröffentlichung und Präsentation des Jahresergebnisses 2026
15. März 2027: Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2026, einschliesslich des
Vergütungsberichts 2026
15. März 2027: Veröffentlichung des Nachhaltigkeitsberichts 2026
15. April 2027: Generalversammlung, Zürich
Über Julius Bär
Julius Bär ist die führende Schweizer Wealth-Management-Gruppe und eine
erstklassige Marke in diesem globalen Sektor, ausgerichtet auf die persönliche
Betreuung und Beratung anspruchsvoller Privatkunden. Unser gesamtes Handeln
orientiert sich an unserem übergeordneten Ziel: Mehrwert zu schaffen, der über
das Finanzielle hinausgeht. Per Ende Juni 2026 beliefen sich die verwalteten
Vermögen auf CHF 547 Milliarden. Die Bank Julius Bär & Co. AG, die renommierte
Privatbank, deren Ursprünge bis ins Jahr 1890 zurückreichen, ist die wichtigste
operative Gesellschaft der Julius Bär Gruppe AG, deren Aktien an der SIX Swiss
Exchange (Ticker-Symbol: BAER) kotiert und Teil des Swiss Leader Index (SLI)
sind, der die 30 grössten und liquidesten Schweizer Aktien umfasst.
Julius Bär ist in rund 25 Ländern und an rund 60 Standorten präsent. Mit
Hauptsitz in Zürich sind wir an wichtigen Standorten vertreten wie etwa in Abu
Dhabi, Bangkok, Dubai, Dublin, Frankfurt, Genf, Hongkong, Lissabon, London,
Luxemburg, Madrid, Mailand, Mexiko-Stadt, Monaco, Mumbai, Santiago de Chile,
Schanghai, Singapur, Tel Aviv und Tokio. Unsere kundenorientierte Ausrichtung,
unsere objektive Beratung auf der Basis der offenen Produktplattform von Julius
Bär, unsere solide finanzielle Basis sowie unsere unternehmerische
Managementkultur machen uns zur internationalen Referenz im Wealth Management.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter www.juliusbaer.com
Disclaimer für zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Medienmitteilung der Julius Bär Gruppe AG («das Unternehmen») umfasst
zukunftsgerichtete Aussagen, welche die Absichten, Vorstellungen oder aktuellen
Erwartungen und Prognosen der Gesellschaft über ihre zukünftigen
Geschäftsergebnisse, finanzielle Lage, Liquidität, Leistung, Aussichten,
Strategien, Möglichkeiten und das Geschäftsumfeld, in dem sie sich bewegt,
widerspiegeln. Zukunftsgerichtete Aussagen umfassen alle Ereignisse, die keine
historischen Fakten darstellen. Die Gesellschaft hat versucht, diese Aussagen
durch die Verwendung von Worten wie «könnte», «wird», «sollte», «erwartet»,
«beabsichtigt», «schätzt», «sieht voraus», «glaubt», «versucht», «plant», «sagt
voraus» und ähnlichen Begriffen zu kennzeichnen. Solche Aussagen werden auf der
Grundlage von Schätzungen und Erwartungen gemacht, welche sich als falsch
herausstellen können, obwohl die Gesellschaft sie im jetzigen Zeitpunkt als
angemessen erachtet.
Diese zukunftsgerichteten Aussagen unterliegen Risiken, Unklarheiten, Annahmen
und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass das tatsächliche
Geschäftsergebnis, die finanzielle Lage, Liquidität, Leistung, Aussichten und
Möglichkeiten der Gesellschaft bzw. der Märkte, welche die Gesellschaft bedient
oder zu bedienen beabsichtigt, wesentlich von diesen zukunftsgerichteten
Aussagen abweichen können. Wichtige Faktoren, die zu solchen Abweichungen
führen können, sind unter anderem: Veränderungen des Geschäfts- oder
Marktumfelds, legislative, steuerliche oder regulatorische Entwicklungen, die
allgemeine wirtschaftliche Lage in der Schweiz, der Europäischen Union und
anderswo sowie die Möglichkeiten der Gesellschaft, auf Entwicklungen in der
Finanzdienstleistungsindustrie zu reagieren. Zusätzliche Faktoren können die
tatsächlichen Resultate, Leistungen oder Errungenschaften wesentlich
beeinflussen. Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten wird den Lesern davon
abgeraten, sich unangemessen auf derartige zukunftsgerichtete Aussagen zu
verlassen. Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften, ihre Direktoren,
Manager, Arbeitnehmer und Berater übernehmen ausdrücklich keine Verpflichtung
und beabsichtigen auch nicht, Aktualisierungen oder Korrekturen irgendwelcher
in dieser Medienmitteilung enthaltener zukunftsgerichteter Aussagen vorzunehmen
oder Änderungen in den Erwartungen der Gesellschaft oder Änderungen von
Ereignissen, Bedingungen und Umständen, auf welchen diese zukunftsgerichteten
Aussagen basieren, mitzuteilen, soweit dies nicht durch anwendbares Recht oder
regulatorische Bestimmungen vorgeschrieben ist.
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2368928 21.07.2026 CET/CEST