Sitten (awp) - Die Walliser Kantonalbank (WKB) hat im ersten Halbjahr 2026 etwas mehr verdient als in der Vorjahresperiode, wobei sich das Institut vor allem im Anlage- und Vermögensverwaltungsgeschäft gesteigert hat. Für das Gesamtjahr ist die Bank nun zuversichtlicher als bisher.
Der Geschäftserfolg stieg im ersten Semester um 2,9 Prozent auf 72,5 Millionen Franken, wie die Bank am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich resultierte ein um 4,4 Prozent höherer Reingewinn von 63,6 Millionen.
Insgesamt stieg der Geschäftsertrag um 2,6 Prozent auf 147,1 Millionen. Gewachsen ist die Bank dabei vor allem im Anlage- und Vermögensverwaltungsgeschäft. So stieg der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 9,6 Prozent auf 28,2 Millionen. Der Anstieg der verwalteten Kundenvermögen im ersten Halbjahr um 4,3 Prozent auf 19,1 Milliarden half dabei. Die Entwicklung zeige das Bestreben der Bank zur Diversifizierung ihrer Ertragsquellen, so das Communiqué.
Stabiles Zinsgeschäft
Im Zinsgeschäft, dem wichtigsten Ertragspfeiler der Bank, lief es wegen des Tiefzinsumfeldes hingegen weniger gut. Der Nettoerfolg nahm um 0,2 Prozent auf 103,5 Millionen ab. Der Hypothekenmarkt sei nach wie vor sehr wettbewerbsintensiv und dynamisch, betonte das Institut. Die Hypothekarforderungen im ersten Halbjahr seien gleichwohl um 1,9 Prozent auf 14,3 Milliarden gestiegen.
Das Handelsgeschäft schliesslich steigerte den Erfolg um 2,4 Prozent auf 9,8 Millionen.
Aufwand stabil
Der Geschäftsaufwand nahm um mit 2,4 Prozent minimal tiefer der Geschäftsertrag zu. Mit 46,3 Prozent blieb das Kosten-Ertrags-Verhältnis damit auf Vorjahreshöhe und laut der Bank auf einem "sehr guten Niveau". Ein Wert von unter 50 Prozent gilt in der Branche als sehr gut.
Im Ausblick ist das Institut etwas zuversichtlicher als bislang. Es erwartet "gute Ergebnisse" für das Jahr 2026, sofern sich die geopolitische Lage nicht weiter verschlechtert. Bislang war ein "Geschäftsverlauf auf dem Niveau der vergangenen Geschäftsjahre" in Aussicht gestellt worden.
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