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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax auf Richtungssuche - Iran-Lage bleibt unklar

FRANKFURT (awp international) - Trotz des nach wie vor ungelösten Krieges zwischen den USA und dem Iran dürfte sich der Dax auch am Dienstag recht stabil halten. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,1 Prozent auf 24.866 Punkte.

Nach zwei Verlustwochen in Folge hatte sich der Dax zum Wochenstart stabilisiert, auch wenn die Lage in Nahost unübersichtlich bleibt. Daran dürfte sich auch am Dienstag zunächst nichts ändern. Denn zwar bemühen sich die Vermittler Berichten zufolge um eine neue Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, allerdings dauern die Militärschläge der USA im Iran seit nunmehr zehn Nächten an.

"Die Lage in Nahost bleibt unberechenbar. Gegenseitige Angriffe und parallel dazu stattfindende Friedensbemühungen - wohin das Pendel als Nächstes ausschlagen wird, kann niemand verlässlich sagen", erklärte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank.

Zuletzt habe der Dax dabei eine mehr oder weniger gut begrenzte Handelsspanne zwischen 24.700 und 25.100 Punkten etabliert, so Stanzl weiter. "Nun warten die Anleger auf Signale aus der Berichtssaison, um neue Engagements zu rechtfertigen."

Im Fokus steht am Dienstag die Finanzaufsichtsbehörde Bafin, die zum einen eine Prüfung des Halbjahresabschlusses von Jungheinrich eingeleitet hat. Es liegen laut der Behörde konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass der Gabelstaplerhersteller gegen Rechnungslegungsvorschriften verstossen hat. Daher werden den Angaben zufolge der veröffentlichte verkürzte Abschluss zum 30. Juni 2025 und der zugehörige Zwischenlagebericht für das erste Halbjahr 2025 geprüft. Die Papiere von Jungheinrich notierten im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate 4,6 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Montag.

Zum anderen fand die Bafin bei Zalando Fehler im Geschäftsbericht 2025. Die Modeplattform habe Anteile der übernommenen About You Holding von einem nahestehenden Unternehmen erworben, das durch ein Aufsichtsratsmitglied von Zalando beherrscht werde, teilte die Behörde mit. Die dazu erforderlichen Angaben hätten jedoch im Anhang des Konzernabschlusses gefehlt. Zalando bestätigte, dass die Angaben fehlten. Hierbei handele es sich um einen rein formalen und materiell unwesentlichen Aspekt des Konzernanhangs. Ein Bussgeld sei von der Bafin nicht verhängt worden, so der Konzern. Damit notierten die Papiere auf Tradegate moderat im Plus.

Analystenlob verhalf den Anteilsscheinen von Redcare Pharmacy auf Tradegate zu einem Plus von 2,4 Prozent. Investoren unterschätzten das Margenpotenzial der Online-Apotheke, schrieb Experte Yannik Siering von Warburg Research. Das Unternehmen dürfte langfristig seine starke Stellung im Online-Markt für verschreibungspflichtige Medikamente ausspielen, der selbst noch reichlich Potenzial haben dürfte./la/mis