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Schweizer Uhrenexporte klettern im Juni kräftig

Biel (awp) - Die Schweizer Uhrenexporte sind im Juni deutlich angestiegen. Damit hat sich die Lage trotz der Unsicherheiten rund um den Nahostkonflikt wieder aufgehellt.

Im Juni stiegen die Uhrenexporte zum Vorjahresmonat um 11,2 Prozent auf 2,4 Milliarden Franken, wie der Uhrenverband FH am Dienstag mitteilte. Im Mai hatten sie sich mit einem leichten Plus von 0,4 Prozent bereits etwas stabilisiert.

Insgesamt machte der jüngste Anstieg die Rückgänge früher im Jahr quasi wett, wodurch das kumulierte Minus im ersten Halbjahr nur noch 0,7 Prozent beträgt.

Wachstum in den USA hält an

Ausschlaggebend für die Bewegungen in der Uhrenexportstatistik sind primär die Entwicklungen im grössten Absatzmarkt USA. Im Juni kletterten die Ausfuhren dorthin um 12,7 Prozent.

Gestiegen sind auch die Juni-Ausfuhren nach Grossbritannien (+12,2 Prozent) und Frankreich (+103,5 Prozent). Frankreich bleibt damit der zweitgrösste Absatzmarkt, auch wenn die Ergebnisse dort nicht die aktuelle Nachfrage in diesem Markt widerspiegeln, so der Verband. Bereits im Mai hatte Frankreich stark zugelegt, da sich das Land als Logistikdrehscheibe etabliert hatte.

Auch Japan (+8,8%), Hongkong (+6,9%) oder die Vereinigten Arabischen Emirate (+20,7%) legten klar zu.

China raus aus Top 6

Im ehemals grössten Markt für Schweizer Uhren, China, bleibt die Lage angespannt. Im Juni fielen die Exporte ins "Reich der Mitte" erneut zurück und zwar um knapp 17 Prozent. Damit fällt China auch aus den Rängen der Top-6-Absatzmärkte heraus. Diesen Platz nimmt nun Singapur (+6,7 Prozent) ein.

Rückläufige Entwicklungen waren im Juni auch noch in Deutschland (-10,6%) und Italien (-21,4%) zu verzeichnen.

dm/cg