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Bär-Aktien fallen nach Halbjahreszahlen klar zurück

Zürich (awp) - Die Aktien der Privatbank Julius Bär haben am Dienstag nach den Halbjahreszahlen einen schweren Stand. Analysten äussern sich grundsätzlich zwar wohlwollend zu den Zahlen, einige Experten warnen aber vor zu viel Optimismus.

Gegen 9.40 Uhr sacken die Papiere um 4,2 Prozent auf 70,64 Franken ab. Allerdings hatten die Titel zuletzt auch einen starken Lauf, so dass einige Investoren mit den Zahlen sicher auch einen Teil ihrer Gewinne versilbern. Der SMIM der mittelgrossen Werte verliert zeitgleich 0,5 Prozent.

Einig sind sich die Experten, dass die Zahlen der Privatbank gut ausgefallen seien. Dabei heben Experten wie etwa von JPMorgan oder Jefferies vor allem die gute Kostenkontrolle hervor. Auch die Nettoneugeldzuflüsse (NNM) werden von den Experten durchweg positiv erwähnt. "Nach sehr schwachen NNM in den ersten vier Monaten kam es zu einer Erholung in Mai-Juni, sodass die Nettoneugelder die niedrigen Erwartungen übertrafen", ordnet der zuständige Analyst der ZKB ein.

Für die zuständige RBC-Analystin bedeuten die Halbjahreszahlen nach dem enttäuschenden Management-Update für die ersten vier Monate zwar auch eine gewisse Beruhigung, "doch die Prognose, dass die Nettoneugelder im Jahr 2027 aufgrund von Risikominderungsmassnahmen und dem anhaltenden Rückgang der Anzahl Berater weiterhin mit Gegenwind zu kämpfen haben, wirft einige Fragen hinsichtlich der Nachhaltigkeit dieser Trends auf."

hr/uh