(Korrigiert Vergleichszahl Marketing-EBIT im letzten Absatz, 1,4 statt 1,8 Milliarden USD)
Baar (awp) - In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 hat Glencore wieder deutlich mehr Kupfer produziert. Die Kohleproduktion ging derweil leicht zurück. Die Produktionsziele für das Gesamtjahr bestätigte der Rohstoffkonzern grösstenteils.
In den Monaten Januar bis Ende Juni förderte Glencore 397'000 Tonnen Kupfer, wie dem am Mittwoch publizierten Produktionsbericht zu entnehmen ist. Im Jahresvergleich ist dies ein Plus von 15 Prozent. Nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahreszeitraum wegen eines geringeren Kupfergehalts und tieferer Ausbeutungsmengen in einigen Minen hat sich die Fördermenge damit wieder stabilisiert.
Bei der Kraftwerkskohle sank die Fördermenge wegen freiwilliger Produktionsdrosselungen um 2 Prozent auf 47,4 Millionen Tonnen. Die Förderung der für die Stahlproduktion wichtigen Kokskohle ging gar um 14 Prozent auf 13,5 Millionen Tonnen zurück. Im zweiten Halbjahr soll sich die Produktion aber wieder normalisieren.
Kobalt-Förderung klar rückläufig
Bei den anderen Metallen zeigte sich ein durchzogenes Bild. So halbierte sich die Fördermenge von Kobalt annähernd auf nur noch 10,2 Millionen Tonnen. Hauptgrund hierfür seien die Ausfuhrbeschränkungen durch die Regierung der Demokratischen Republik Kongo. Daher habe die Kupferproduktion den Vorrang bekommen. Das bereits geförderte Kobalt soll zu einem späteren Zeitpunkt verarbeitet und exportiert werden.
Auch die Fördermenge von Zink brach um 21 Prozent ein, insbesondere wegen des Förderendes einer Mine in Australien und geringerer Zinkgehalte. Rückläufig war auch die Bleiförderung (-8%).
Nur einen vergleichsweise leichten Rückgang gab es bei den Rohstoffen Nickel (-2%) und Chromerz (-4%). Bei den Edelmetallen sank die Goldförderung um 44 Prozent, während die Silberförderung ein leichtes Plus von 2 Prozent verzeichnete.
Produktionsziele grösstenteils bestätigt
Die Produktionsziele für 2026 hat das Glencore-Management grösstenteils bestätigt. So bleiben die Ziele für Kupfer und Zink unverändert, dies trotz des Verkaufs einer Mine im Juni. "Dies bedeutet eine Anhebung der Prognose-Mittelwerte für diese beiden Rohstoffe auf vergleichbarer Basis", lässt sich Glencore-Chef Gary Nagle zitieren.
Auch das Nickel-Ziel wurde bestätigt. Leicht angepasst wurde einzig der Mittelpunkt für die Produktion von Kokskohle (-1 Kilotonne) und Energiekohle (+1 Kilotonne).
Im ersten Halbjahr rechnet das Glencore-Management mit einem bereinigten Marketing-EBIT von circa 3,3 Milliarden Dollar. Im Vorjahr lag der Vergleichswert bei 1,8 Milliarden Dollar.
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