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Bioversys weitet Verlust zum Halbjahr aus - Finanziert bis 2028

Basel (awp) - Der Biotechunternehmen Bioversys hat im ersten Halbjahr 2026 wie erwartet einen Verlust geschrieben. Die Basler Firma, bei der sich alle Pipelinekandidaten noch in der Forschung befinden, sieht sich weiterhin bis 2028 finanziert. Gleichzeitig rechnet das Unternehmen für 2026 mit einem geringeren Verlust als bislang.

Die operativen Einnahmen in der ersten Jahreshälfte beziffert Bioversys in einer Mitteilung vom Mittwoch auf 2 Millionen Franken. Das waren 1,4 Millionen mehr als im Vorjahr. Darin enthalten waren erstmals Einnahmen aus der im vergangenen Jahr abgeschlossenen Forschungskooperation mit dem japanischen Pharmakonzern Shionogi.

Dem standen Kosten von insgesamt 16,6 Millionen gegenüber, wobei mit 13,6 Millionen der Löwenanteil auf Forschung und Entwicklung entfiel. Dies führte zu einem Betriebsverlust von 14,6 Millionen Franken, nach einem Fehlbetrag von 9,4 Millionen in der Vorjahresperiode. Der Nettoverlust steigt um 4,6 Millionen auf 15,6 Millionen Franken.

Noch rund 69 Millionen Franken Barmittel

Wichtiger als die eigentlichen Zahlen sind bei Unternehmen wie Bioversys aber die Cashbestände. Per Mitte 2026 verfügte Bioversys über Barmittel in Höhe von 69,3 Millionen Franken, verglichen mit 82,5 Millionen per Ende 2025.

Mit Blick auf das Gesamtjahr rechnet Bioversys neu mit einem operativen Verlust von 32 bis 34 Franken (bisher 40 bis 45 Mio). Die liquiden Mittel zum Jahresende würden voraussichtlich 53 Millionen Franken betragen, hiess es weiter.

Programme werden vorangetrieben

Auch bei den klinischen Programmen sieht sich Bioversys auf Kurs: Die weltweite Phase-III-Studie RIV-TARGET mit dem Antibiotika-Kandidaten BV100 laufe seit April und solle rund 300 Patienten umfassen. Erste Topline-Daten werden Anfang 2028 erwartet. Eine zusätzliche Phase-IIb-Studie mit BV100 soll im September an ersten Studienzentren starten.

Beim Tuberkulosekandidaten Alpibectir, den BioVersys gemeinsam mit GSK entwickelt, sei im März der erste Patient in einer Phase-IIb/c-Studie behandelt worden. Für eine weitere Phase-II-Studie bei tuberkulöser Meningitis werde der erste Patient im vierten Quartal erwartet, heisst es.

an/to