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Aktien Schweiz Eröffnung: SMI klar tiefer - Öl und Renditen belasten

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag klar schwächer in den Handel gestartet. Belastend wirken die erneute Eskalation im Nahen Osten, steigende Ölpreise sowie die anziehenden Anleiherenditen. Zurückhaltung herrscht zudem vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch.

Für Nervosität sorgen neue Spannungen rund um die Strasse von Hormus. Die iranischen Revolutionsgarden meldeten, ein Öltanker sei auf eine Seemine gefahren und in Flammen aufgegangen. Das US-Militär widersprach dieser Darstellung. Zugleich verschärfen neue Angriffe auf Saudi-Arabien und die Schliessung der wichtigen Ost-West-Pipeline die Sorgen um die Energieversorgung. Der Preis für die Nordsee-Sorte Brent stieg auf mehr als 107 US-Dollar je Fass.

Auch von den Anleihemärkten kommt Gegenwind. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg bis auf 5,025 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 2007. Dies erhöhe insbesondere den Druck auf hoch bewertete Wachstumswerte und Unternehmen mit hohem Finanzierungsbedarf, heisst es in einem Marktkommentar.

Im Fokus bleibt zudem der Fed-Entscheid vom Mittwoch. Am Markt wird überwiegend mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte gerechnet. Mit der strukturellen Verschiebung der Zinsen auf ein höheres Niveau stiegen auch die Anforderungen an Risikoanlagen, sagt ein Marktbeobachter.

SMI gibt Vortagesgewinne wieder preis

Der SMI verliert am Dienstag gegen 09.15 Uhr 0,81 Prozent auf 13'765,53 Punkte. Damit gibt der Leitindex die Gewinne vom Montag wieder preis, als er, gestützt von den defensiven Schwergewichten, um 0,75 Prozent zugelegt hatte. Der Mid-Cap-Index SMIM fällt um 0,67 Prozent auf 2996,92 Punkte, der breite SPI um 0,74 Prozent auf 19'393,77 Zähler.

Auch die übrigen europäischen Börsen stehen unter Druck und folgen damit den schwachen Vorgaben aus den USA. In Asien zeigte sich das Bild am Dienstag uneinheitlich.

Bei den Blue Chips führen UBS (-3,3%) die Verliererliste an. Marktbeobachter verweisen auf Regulierungssorgen im Vorfeld der anstehenden politischen Diskussionen sowie auf eine allgemeine Schwäche des Finanzsektors. Auch Partners Group und Julius Bär geben überdurchschnittlich nach. Bei den zyklischen Bauwerten Holcim, Amrize und Sika geht es ebenfalls um bis zu 1,5 Prozent abwärts.

Leicht im Plus liegen dagegen Novartis (+0,2%), die sich vom Kurseinbruch der Vorwoche etwas erholen. Ebenfalls gesucht sind ABB (+0,3%) nach den deutlichen Abgaben vom Montag. Daneben halten sich nur Swisscom und Kühne+Nagel knapp im positiven Terrain.

Bewegung im breiten Markt

Grösster Verlierer im breiten Markt sind SMG (-5,2%) nach Verschiebungen im Aktionariat. Die Mobiliar hat ihre Beteiligung deutlich reduziert, während die TX Group ihren Anteil im Zuge der Transaktion erhöht hat. Auch Medacta (-2,1%) geben nach der Aufnahme der Abdeckung durch die Deutsche Bank mit der Einstufung "Hold" nach.

Obenaus schwingen dagegen die Titel des Börsenneulings Centiel (+5,7%). Das Unternehmen will mit dem Kauf einer Produktionsanlage in Muzzano seine Kapazitäten für das erwartete starke Wachstum ausweiten. Gesucht sind zudem Bioversys (+5,1%) nach einer Kurszielerhöhung durch Citigroup.

Weitgehend im Rahmen des Gesamtmarktes präsentieren sich erneut die Technologiewerte schwächer. Sie waren bereits zum Wochenauftakt weltweit unter Druck geraten. Eine langsamere Entwicklung neuer KI-Spitzenmodelle könnte die Investitionen in Rechenzentren, Chips und Infrastruktur bremsen, schreibt Swissquote.

an/to