Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich am Donnerstag eine festere Eröffnung ab. Damit würde der Leitindex SMI seine bislang überwiegend freundliche Tendenz in dieser Woche fortsetzen. Hauptthema am Markt bleibt die US-Zinspolitik, nachdem die Notenbank Fed am Vorabend wie erwartet die Leitzinsen um 25 Basispunkte angehoben hat.
Es waren vor allem aber die anschliessenden Kommentare vom Fed-Chef Kevin Warsh, auf die der Markt gewartet hat. Und dabei machte der erst seit einigen Monaten amtierende Notenbank-Chef klar, dass er zusammen mit seinen Kollegen die Inflation als zu hoch erachtet, während der Arbeitsmarkt mittlerweile sehr robust ist. Während die US-Börsen am Mittwoch mit Verlusten auf die Entscheidung reagierten, deuten die Futures auf eine freundliche Eröffnung am Donnerstag hin. In Asien ziehen die Notierungen ebenfalls an.
Etwas Erleichterung liefern auch die Ölpreise. Sie haben sich zuletzt stabilisiert, da die Sorgen um Versorgungsengpässe nach den Angriffen auf die wichtige Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien nachliessen. So stellt Saudi-Arabien asiatischen Raffinerien zusätzliche Rohölladungen durch Schiff-zu-Schiff-Umladungen in der Nähe des omanischen Hafens Sohar zur Verfügung und trägt so dazu bei, die Auswirkungen der Angriffe auf die weltweite Versorgung abzufedern.
14'000er Marke rückt ins Visier
Bei der Bank Julius Bär notiert der Leitindex SMI im vorbörslichen Handel gegen 8.10 Uhr um 0,48 Prozent höher bei 13'935 Punkten und nimmt damit wieder die 14'000er Marke ins Visier. Den SMIM mittelgrosser Werte taxiert die Bank um 0,45 Prozent höher.
Von den 20 SMI-Einzelwerten werden alle ausser Amrize (-0,8%) höher gestellt. Dabei reichen die Avancen von 0,2 Prozent bei der Swisscom bis 1,0 Prozent bei Roche. Der Pharmakonzern hat am Morgen positive Studiendaten zu einem Krebsmittel vorgelegt.
Grösster vorbörslicher Gewinner sind mit einem Plus von 1,8 Prozent allerdings die Aktien von Helvetia Baloise. Der Versicherer hat Halbjahreszahlen vorgelegt, die laut Vontobel klar über den durchschnittlichen Markterwartungen lagen. Auch bei den Synergien habe die zusammengeschlossene Gruppe stark abgeschnitten.
Mit einem vorbörslichen Kursminus von 6,8 Prozent deutet sich dagegen für Rieter-Aktien ein schwacher Auftakt an. Die UBS hat bei dem Industrieunternehmen die Reissleine gezogen und empfiehlt die Papiere neu zum Verkauf.
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